Eurokurs sinkt nach US-Konjunkturzahlen – ‚Euro ist angeschlagen‘

Zwischenzeitlich war der Euro unter 1,25 Dollar gerutscht. Kurz vor der Bekanntgabe war er noch bei 1,2553 gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Eurokurs am Mittag auf 1,2550 (Donnerstag: 1,2531) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,7968 (0,7980) Euro.


Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze
Vor den Kursverlusten des Euro hatte das US-Handelsministerium einen überraschenden Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze für September mitgeteilt. Daneben hat sich das Konsumklima in den USA stärker aufgehellt als von Experten erwartet. Das US-Verbrauchervertrauen stieg im September vorläufigen Berechnungen zufolge von 85,4 Punkten auf 92,3 Zähler.


Kursverluste des Euro überraschen
Vor dem Hintergrund der ungünstigen Einzelhandelszahlen seien die Kursverluste des Euro überraschend, sagte Devisenexperte Frank Möller von der Bremer Landesbank. Die US-Daten deuteten auf eine tendenziell rückläufige US-Konjunktur hin. Hiervon hätte der Euro normalerweise profitieren müssen. Aktuell sei der Euro angeschlagen. Sollte die Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,24 Dollar sinken, seien weitere Kursverluste bis 1,22 Dollar nicht unwahrscheinlich, sagte Möller.


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6744 (0,6753) britische Pfund , 149,84 (149,87) japanische Yen und unverändert 1,5932 Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 586,10 (573,0) Dollar festgesetzt. (awp/mc/ab)

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