Eurokurs stabilisiert sich deutlich über 1,46 US-Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4691 (Mittwoch: 1,4792) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6807 (0,6760) Euro.


Senkung des Leitzinssatzes erwartet
Äusserungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke hatten den Euro am Nachmittag zunächst bis auf 1,4714 Dollar getrieben. Anschliessend war der Kurs aber wieder abgebröckelt. Der Präsident der Federal Reserve habe substanziell nichts Neues gesagt, kommentierte Devisenexpertin Antje Hansen von HSBC Trinkaus. Der Notenbankchef hatte angesichts der Konjunkturabschwächung in den USA erneut Zinssenkungen signalisiert. Hansen rechnet auf der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Fed am Monatsende mit einer Senkung des Leitzinssatzes um 0,5 Prozentpunkte auf dann 3,75 Prozent. Aber auch ein noch deutlicherer Schritt sei nicht ausgeschlossen. Auch die deutlich schlechter als erwartet ausgefallenen Daten zum US-Häusermarkt hatten zuvor den Euro nur kurzfristig unterstützt. Die Stimmung für den Immobiliensektor in den Vereinigten Staaten ist Hansen zufolge schon so schlecht, dass die Daten trotz der negativen Überraschung keine nachhaltige Wirkung zeigen konnten. Am Freitag steht der Expertin zufolge die Entwicklung des von der Universität Michigan erhobenen Konsumklimas im Januar im Mittelpunkt des Interesses. Da sich die Stimmung der Verbraucher leicht eingetrübt haben dürfte, könnte die Veröffentlichung den Eurokurs stützen. Hansen rechnet allerdings nicht mit einer grossen Bewegung.


Referenzkurse
Z u anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74615 (0,75400) britische Pfund , 157,07 (157,29) japanische Yen und auf 1,6144 (1,6142) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 888,25 (889,75) (913,00) Dollar gefixt. (awp/mc/gh)

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