Eurokurs über 1,23 Dollar – Schwedische Notenbank setzt auf Euro

«Diese Nachricht hat den Euro heute gestützt», sagte WestLB-Devisenexperte Bastian Hepperle. Die schwedische Notenbank hat den Euro-Anteil an seinen Währungsreserven von 37 auf 50 Prozent aufgestockt. Gleichzeitig wurde der Dollar-Anteil von 37 auf 20 Prozent gesenkt. Vor allem asiatische Notenbanken hatten in den vergangenen Jahren wegen der hohen US-Defizite in Staatshaushalt und Handelsbilanz ihre Euro-Bestände zu Lasten des Dollar ausgebaut.


Baldiges Ende der US-Zinserhöhungsserie
Im Wochenverlauf hat der Euro rund zwei Cent zum Dollar gut gemacht. «Die klaren Signale der US-Notenbank für ein baldiges Ende der Zinserhöhungsserie haben den Dollar geschwächt», begründete Devisenexperte Hepperle. Zudem signalisierten die Frühindikatoren ab Sommer eine Konjunkturabkühlung in den USA. Damit rücken die hohen US-Defizite in Handels- und Leistungsbilanz sowie im Staatshaushalt wieder stärker in den Fokus der Anleger. «Das belastet den Dollar», sagte Hepperle.


Andere wichtige Währungen
Der Euro kostete am Nachmittag 1,2314 US-Dollar, nachdem er am Vormittag bis auf 1,2268 Dollar abgerutscht war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2315 (Donnerstag: 1,2346) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8120 (0,8100) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,69245 (0,69240) britische Pfund , 144,36 (145,27) japanische Yen und 1,5755 (1,5723) Schweizer Franken fest. (awp/mc/ab)

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