Fed-Chef Bernanke wehrt sich gegen Machtbeschneidung

Bernanke wehrte sich dagegen, dass die Fed künftig in ihren Aufgaben und ihrer Entscheidungsmacht beschnitten werden soll.


«Es hätte auch schlimmer kommen können»
«Vieles deutet darauf hin, dass sich die Finanzmärkte stabilisieren und sich die Wirtschaft wieder erholt», sagte er. Dabei habe auch die Notenbank eine entscheidende Rolle gespielt. Ohne das rasche Handeln der Zentralbank und anderer Institution «hätte es deutlich schlimmer werden können», sagte Bernanke. So sei den Banken in der akuten Phase der Turbulenzen Zugang zu überlebenswichtigen kurzfristigen Geldern verschafft worden.


Zustimmung gilt als sicher
US-Präsident Barack Obama hatte den Fed-Chef im Sommer für eine zweite Amtszeit von vier Jahren nominiert, die im Februar beginnen würde. Es gilt zwar als sicher, dass Bernanke dafür die nötige Zustimmung des Senats bekommt, doch die Kritik ist gross. So kündigte ein Senator, Bernie Sanders, bereits sein Veto an. Andere Senatoren unterstützen den Vorstoss vom Bankenausschuss-Vorsitzenden Chris Dodd, die Macht der Fed zu beschneiden.


Vorwurf der Aufsichtspflicht-Verletzung
Der demokratische Senator möchte der Fed die Bankenaufsicht entziehen, so dass sie sich in Zukunft auf die Festlegung der Zinssatzes beschränkt. Dodd warf Benanke in der Anhörung erneut vor, dass die Notenbank im Vorfeld des Finanzmarkt-Kollapses ihre Aufsichtspflicht verletzt habe. «Warum sollte ich einem Institut, das derart verantwortungslos war, die Macht geben, die hier gefordert wird», fragte Dodd. Dem Land sei mehr mit einer starken Zentralbank geholfen, die sich auf wenige Aufgaben konzentriere, als mit einer, die viele verschiedene Funktionen habe. Bernanke warnte, dies wäre «ein grosser Fehler für das Land». Die Fed habe die nötige Expertise und aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. (awp/mc/pg/26)

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