Fusion von Dresdner und Commerzbank gerät unter Zeitdruck

Dies berichtet das «Handelsblatt» am Montag unter Berufung auf Branchenkreise. «Danach würde ein Deal zwischen beiden Häusern zwar nicht unmöglich, aber er würde deutlich schwerer», sagte ein Insider der Zeitung. Dies habe zuletzt auch die Verhandlungen belebt. «Es scheint wieder etwas Bewegung in die Sache gekommen zu sein», hiess es in den Kreisen. Beide Häuser prüfen seit gut zwei Monaten gegenseitig die Bücher. Commerzbank, Dresdner und ihr Mutterkonzern Allianz lehnten eine Stellungnahme ab.


Doppelte Arbeit
Das «Handelsblatt» berichtet unter Berufung auf Beteiligte, die Aufspaltung der Dresdner würde eine Fusion mit der Commerzbank deutlich komplizierter machen. Man müsste drei separate Gesellschaften fusionieren, was den juristischen Aufwand extrem steigern würde. Zudem müsste das Commerzbank-Management um Vorstandschef Martin Blessing formal mit zwei Dresdner-Betriebsräten verhandeln. Darüber hinaus sprächen steuerliche Vorteile für einen Abschluss vor dem Monatswechsel. All diese Aspekte sind dem Bericht zufolge relevant, weil die Commerzbank in eine Fusion mit der kompletten Dresdner gehen wollte – was Verhandlungskreisen zufolge immer noch die Gesprächsgrundlage ist. «Man hätte danach zwar de facto die gleiche Transaktion», resümierte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. «Aber es wäre die doppelte Arbeit.» (awp/mc/ps/06)

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