Galenica will auch 2008 um 20 Prozent wachsen

Zürich – Die Galenica AG sieht auch für das dreizehnte Jahr in Folge ein ungebrochenes Wachstum. Zudem sollen die Zulassungsverzögerungen beim Eisenpräparat Ferinject weggesteckt werden können.


Ferinject auch ohne US-Zulassung wachstumsstark
«Auch dieses Jahr werden wir 20% wachsen», sagte VRP und CEO Etienne Jornod in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» (Ausgabe 28.5.) Die Zulassungsverzögerungen für Ferinject seien «gut verkraftbar», so Jornod weiter. «Denn nur schon in den Märkten, in denen Ferinject bereits zugelassen ist, besteht hohes Potenzial». Die nächsten Jahre würden auch ohne die aktuelle US-Zulassung für Ferinject «wachstumsstark» sein. «In unseren internen Budgetierungen haben wir nie einen US-Umsatz mit Ferinject eingeplant», so der CEO. Mit den Risiken des Pharmageschäft müsse man leben. Galenica halte an einer US-Zulassung von Ferinject fest und werde im Sommer über weitere Schritte informieren.


Grosses Umsatzpotenzial mit Eisenpräparaten
Jornod sieht mit Eisenpräparaten noch «grosse Umsatzchancen». So entfielen heute in der Schweiz nur noch 15% des Eisenpräparatumsatzes auf Dialyse-Patienten, die klassische Indikation. Mehr solche Präparate würden dagegen in der Gynäkologie verwendet und das Eisenmangelsyndrom bei grosser Müdigkeit und Antriebslosigkeit werde immer wichtiger. Auch gebe es Anwendungsmöglichkeiten bei Darmkrankheiten, in der Krebsbehandlung oder nach Operationen. Demgegenüber entfalle in Deutschland noch fast der gesamte Umsatz auf die Dialyse, so Jornod.


Umfassende Erfahrungen
Auch konkurrenziere das neue Ferinject das ältere Venofer nicht, wie die Umsatzentwicklung in Deutschland und der Schweiz gezeigt habe. Zudem habe Galenica mit Eisenpräparaten «derart viel Erfahrung», dass man zwar langfristig mit Konkurrenz rechnen müsse. Derzeit tut sich noch wenig, jedenfalls im Bereich intravenöser Eisenpräparate», sagte der VRP. (awp/mc/ps)

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