Geberit im ersten Quartal am unteren Rand der Erwartungen

In Lokalwährung ergab sich ein Minus von 8,3%. Der EBITDA verminderte sich um 21,2% auf 146,3 Mio CHF und der EBIT um 24,1% auf 126,2 Mio CHF. Die entsprechenden Margen waren mit 26,5 (28,9)% bzw. 22,9 (25,8)% ebenfalls rückläufig. Der Reingewinn fiel um 28,2% auf 93,5 Mio CHF zurück, belastet von einem wegen der ungünstigen Währungsentwicklung geringeren Finanzergebnis. Damit hat Geberit eher am unteren Rand der Erwartungen abgeschlossen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 561,8 Mio, für den EBITDA bei 149,2 Mio, für den EBIT bei 129,3 Mio und für den Reingewinn bei 101,7 Mio CHF.


Schwächerer Euro belastet
Die aktuelle Wirtschaftskrise habe mittlerweile den Grossteil der Länder erfasst, in denen Geberit tätig sei, heisst es. Der Umsatz wurde zudem vom schwächeren Euro belastet. In lokalen Währungen gaben die Verkäufe in Europa um 7,8% nach, in Nahost/Afrika um 5,9%, im «besonders schwachen» Markt Amerika um 18,1% und in Fernost/Pazifik um 16,2%. Dank tieferen Rohmaterialpreisen und einem strikten Kostenmanagement habe die Profitabilität aber trotz Umsatzrückgang auf hohem Niveau gehalten werden könnten. Die EBITDA-Marge liegt denn auch noch immer über der seit längerem geltenden Zielmarge.


Bisherige Mittelfristziele nicht bestätigt
Die bisherigen Mittelfristziele von 4 bis 6% für das jährliche organische Umsatzwachstum und 23 bis 25% für die EBITDA-Marge wurden nicht bestätigt. Mehr zu diesen Zielen gebe es erst an der heutigen Telefonkonferenz um 9.00 Uhr zu erfahren, hiess es bei Geberit auf Anfrage. Für das Geschäftsjahr 2009 zeigt sich der Konzern noch immer zurückhaltend, eine quantitative Prognose sei «aus heutiger Sicht nicht angebracht». Trotz der Schwierigkeit für Voraussagen seien aber gesamtwirtschaftliche Trends erkennbar: In den meisten für Geberit bedeutenden geografischen Märkten würden sich die Bauvolumina «signifikant» zurückbilden, heisst es. Eine Erholung sei realistischerweise nicht vor 2011 zu erwarten.


Wohnungsneubau leidet am meisten unter der Krise
Am stärksten von der Krise betroffen sei der Wohnungsneubau, aber auch die übrigen Sektoren – inklusive des Renovationsgeschäfts – würden sich dem rückläufigen Trend nicht vollständig entziehen können. Geberit zeigt sich aber weiterhin überzeugt, auch in diesem anspruchsvollen Umfeld für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet zu sein. (awp/mc/ps/06)

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