GF verliert 2003 knapp 150 Millionen Franken


Die Georg Fischer AG hat im vergangenen Geschäftsjahr 2003 einen tieferen Umsatz von 3,257 Milliarden Franken erwirtschaftet, gegenüber 3,417 Milliarden Franken im Vorjahr.


Qualitätsprüfung der Magnesiumtüren für den Mercedes CLK bei GF. (georgfischer.com)
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA belief sich auf 282 (i.V. 275) Millionen Franken und auf Stufe EBIT vor Sonderbelastungen betrug er 96 (80) Millionen Franken, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.Verzicht auf Dividende
Belastet wurde das Ergebnis mit 192 Millionen Franken durch das Strukturprogramm (131 Millionen Franken) und durch die Teilamortisation der Goodwill-Position der 1999 erworbenen vormaligen Mössner Gruppe (61 Millionen Franken ). Nach Sonderbelastungen erlitt GF einen Betriebsverlust von 96 (+80) Millionen Franken. Der Währungseffekt habe das Ergebnis um 14 Millionen Franken verschlechtert, heisst es weiter. Der Reinverlust betrug dementsprechend 147 Millionen Franken, gegenüber einem Verlust von 20 Millionen Franken im Jahr davor. Auf eine Dividende soll dementsprechend verzichtet werden.Positionen gehalten
Im Jahr 2003 habe das Unternehmen in allen drei Kerngeschäften GF Automotive, GF Piping Systems und GF Machine Tools die Positionen «in einem schwierigen Marktumfeld» halten können, so Georg Fischer im Communiqué. Im Wachstumsmarkt China sei der Umsatz währungsbereinigt gar um 20 Prozent gestiegen. Die wirtschaftliche Lage in den Hauptmärkten habe hingegen dem operativen Geschäft «wenig Schub von aussen» gegeben.Unterschiedliche Erträge der drei Kerngeschäfte
GF Automotive hat den Umsatz um 11 und den EBIT um 45 Prozent (auf 61 Millionen Franken) gesteigert, heisst es weiter. Bei GF Piping Systems stagnierte der Umsatz während der EBIT um 36 Prozent (auf 38 Millionen Franken) stieg. GF Machine Tools musste einen Umsatzrückgang um 13 Prozent hinnehmen. Der EBIT dieses Geschäfts verschlechterte sich um 11 Millionen Franken, sodass ein Betriebsverlust von 6 Millionen Franken resultierte.Nettoumlaufvermögen «erheblich» reduziert
Laut Mitteilung hat Georg Fischer 2003 einen freien Cashflow von 161 (65) Millionen Franken erzielt. Zusätzlich sei das Nettoumlaufvermögen «erheblich» reduziert worden, was zu einem Abbau der Nettoverschuldung um 151 Millionen auf 926 Millionen Franken per Ende 2003 geführt habe.2004 wieder schwarze Zahlen?
Verschiedene Signale würden darauf hindeuten, dass die Talsohle erreicht sei, nachhaltige Veränderungen seien jedoch noch nicht spürbar. Für das Geschäftsjahr 2004 stellt Georg Fischer ein positives Konzernergebnis in Aussicht. Das Unternehmen rechnet laut Mitteilung damit, dass ein Teil des Strukturprogramms bereits im laufenden Jahr ertragswirksam und dass das Ergebnis «kaum mehr» durch Einmalkosten aus diesem beeinträchtigt sein wird. (awp/scc/pds)





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