Globale Luftfahrt nach Krise wieder optimistisch

In Europa seien wegen der schwächeren Erholung der Konjunktur jedoch vorerst weiterhin rote Zahlen zu erwarten. Dort zeichne sich ein Verlust von 2,3 Milliarden Euro ab. Weltweit prognostiziert die IATA für dieses Jahr einen Branchengewinn von gut zwei Milliarden Euro nach rund 8,3 Milliarden Euro Verlust im vergangenem Jahr. Noch im März hatte der Verband der Branche weltweit ein Minus von 2,8 Milliarden Dollar vorausgesagt. «Die Weltwirtschaft erholt sich von den Tiefen der Finanzkrise deutlich schneller als wir erwartet hatten», sagte Bisignani. Die Fluggesellschaften profitierten von einer starken Erholung der Verkehrsnachfrage. Ein Grossteil der Branche verzeichne allerdings noch hohe Verluste.


Lufthansa spürt Nachfragebelebung
Auch bei der Lufthansa geht es wieder aufwärts. Die grösste deutsche Fluggesellschaft spürt eine Nachfragebelebung nach der Branchenflaute. Im Langstreckengeschäft sei langsam wieder eine positive Entwicklung zu sehen, sagte Lufthansa-Vize Christoph Franz. Auch auf Routen in Deutschland und Europa lege das Passagiervolumen zu. Das Niveau von 2008 sei jedoch deutlich noch nicht erreicht. Die Preise seien «absolut im Keller». Das Frachtgeschäft erhole sich schneller. Vor diesem Hintergrund bekräftigte Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber erneut das Ergebnisziel 2010 trotz der Einbussen wegen der Vulkanaschewolke aus Island. Die Lufthansa will ihren operativen Gewinn in diesem Jahr steigern und möglichst wieder eine Dividende zahlen. Dafür ist auch unter dem Strich ein Gewinn notwendig.


Branche von nachhaltig rentablem Wirtschaften weit entfernt 
Die IATA sieht die Luftfahrtbranche inzwischen wieder im Aufwind. Der Passagierverkehr dürfte der neuesten Prognose zufolge in diesem Jahr voraussichtlich um 7,1 Prozent wachsen. Die Fracht, die von der Krise 2009 besonders stark gebeutelt wurde, soll um 18,5 Prozent zulegen. Die Durchschnittserlöse dürften in beiden Geschäftsbereichen um 4,5 Prozent wachsen. Trotz der Verbesserungen ist die Branche nach Darstellung der IATA von einem nachhaltig rentablen Wirtschaften weit entfernt. Die Marge von 0,5 Prozent decke noch nicht einmal die Kosten des eingesetzten Kapitals», sagte Bisignani. Die Branche müsse die Kosten weiter senken und effizienter werden. «Wir müssen uns auf grössere Veränderungen gefasst machen», sagte der Verbandschef. (awp/mc/ps/14) 

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