HeidelbergCement erwartet 2010 steigende Erlöse

Dies sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montag). Der schwache Euro werde sich ebenfalls positiv auswirken, sagte Scheifele. «Unter dem Strich dürften die Erlöse also steigen.» In den Krisenmärkten Grossbritannien und Amerika habe HeidelbergCement «die Talsohle erreicht», sagte Scheifele. «Wir wissen zwar noch nicht, wie schnell der Wiederanstieg verläuft, aber das Gröbste sollten wir hinter uns haben.» Der amerikanische Zementverband gehe davon aus, dass der Zementabsatz in diesem Jahr um fünf bis sechs Prozent steige, im nächsten Jahr werde sich diese Entwicklung noch beschleunigen.


Keine weiteren Sparprogramme geplant
Weitere Sparprogramme seien nicht geplant, sagte Scheifele: «Wenn sich die Situation nicht wider Erwarten verschärft, reichen unsere Massnahmen.» Erwartungen von Analysten, dass der operative Gewinn in diesem Jahr den Vorjahreswert von 1,3 Milliarden Euro übersteigen wird, wollte Scheifele nicht kommentieren. Er sagte lediglich: «Wir werden in diesem Jahr die Investitionen auf dem niedrigen Vorjahresniveau von 850 Millionen Euro halten, und wir gehen nicht davon aus, dass unsere Energiekosten steigen.»


Wieder auf Kurs
Vor einem Jahr steckte HeidelbergCement noch in Schwierigkeiten. Auf dem Unternehmen lasteten hohe Schulden aus dem 14 Milliarden Euro teuren Kauf des britischen Konkurrenten Hanson. Mit einer Kapitalerhöhung, erfolgreichen Verhandlungen mit Banken und einem rigiden Sparplan brachte Scheifele das Unternehmen wieder auf Kurs.


Massiver Personalabbau
Seit 2007 beschäftigt HeidelbergCement rund ein Viertel weniger Mitarbeiter. Zuletzt waren es noch 52.770. Selbst im Krisenjahr 2009 schaffte es das Unternehmen, schwarze Zahlen zu schreiben. Allerdings brach der Gewinn auf 168 Millionen Euro ein. Der Umsatz schrumpfte um mehr als ein Fünftel auf 11,12 Milliarden Euro. Am Montag wurden die Aktien von HeidelbergCement erstmals im deutschen Leitindex Dax gehandelt. (awp/mc/ps/20)

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