HRE gibt weitere Milliardengarantien zurück

Der Garantierahmen für die vor zwei Jahren beinahe zusammengebrochene Bank hatte sich zwischenzeitlich auf bis zu 142 Milliarden Euro summiert. Nun bleiben davon noch 15 Milliarden Euro, wie die FMS am Mittwoch mitteilte. Diese Garantien sollen bis Mitte 2011 ebenfalls abgegeben werden.


Garantierahmen um 38,5 Mrd Euro reduziert
Insgesamt reduzierte die FMS Wertmanagement den Garantierahmen in diesem Schritt um rund 38,48 Milliarden Euro. Bereits Anfang des Monats hatte die Bank Garantien in Höhe von 47 Milliarden Euro zurückgegeben und die weitere Reduzierung des Garantierahmens angekündigt. «Wir freuen uns, dass wir den ursprünglichen SoFFin-Garantierahmen innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums so stark reduzieren konnten», sagte Vorstand Ernst-Albrecht Brockhaus. Damit sei ein erster Schritt bei der Restrukturierung des Portfolios der FMS Wertmanagement getan. «Unser Fokus liegt nun auf dem weiteren, wertmaximierenden Abbau des Portfolios.» Die HRE, die mittlerweile als Deutsche Pfandbriefbank auftritt, hatte Anfang Oktober ihre milliardenschwere Altlasten in die FMS Wertmanagement genannte Abwicklungsanstalt ausgelagert und so ihre Bilanz bereinigt.


Abwicklung oder Verkauf?
Diese «Bad Bank» soll die übertragenen Risikopapiere möglichst ohne Verluste wieder auf den Markt bringen. Insgesamt hatte die HRE Papiere in einem Volumen von nominal rund 173 Milliarden Euro in ihre «Bad Bank» ausgelagert und damit die wohl grösste Finanztransaktion der deutschen Geschichte gestemmt. Die Aktion soll der HRE einen neuen Start und die Konzentration auf ihr Kerngeschäft der Immobilien- und Staatsfinanzierung ermöglichen. Aus den Reihen der SPD wird allerdings immer wieder die Abwicklung der HRE gefordert, weil ein erfolgreiches Geschäftsmodell und das Vertrauen des Finanzmarkts fehle. Der Bund als Eigentümer will die HRE wieder auf Profit trimmen, um sie für Käufer attraktiv zu machen. Die Debatte um die Zukunft der Bank dürfte 2011 weiter gehen. (awp/mc/ps/23)

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