Huber + Suhner baut weitere 150 Stellen ab – Prognose 2009 bestätigt

Am stärksten vom Einbruch betroffen sei die Sparte Hochfrequenz, teilte Huber + Suhner am Donnerstag mit. Der Auftragseingang sei per Ende Mai im Vergleich zum Vorjahr um 40% zurückgegangen. In der Niederfrequenztechnik belaufe sich der Rückgang auf 16%. Gehalten zeige sich der Geschäftsbereich Fiberoptik. Das konzernweite Minus in den ersten fünf Monaten beziffert Huber + Suhner auf 20%.


Kündigungen unvermeidlich
Den Stellenabbau will das Unternehmen möglichst durch Fluktuationen, Pensionierungen, interne Versetzungen und andere Massnahmen umsetzen. Kündigungen seien allerdings unvermeidlich. Mit den Arbeitnehmervertretern sei ein Konsultationsverfahren eingeleitet. Ein Sozialplan bestehe. Gemäss Angaben von Huber + Suhner wird der Sozialplan durch Einkaufsleistungen bei vorzeitigen Pensionierungen, Hilfen bei der beruflichen Neuorientierung und bei der Stellensuche sowie weitere Massnahmen ergänzt. Mitarbeitern, welche keine Stelle finden, verlängert das Unternehmen die Kündigungsfrist um einen Monat. Ein Programm für Lehrabgänger ist in Prüfung.


Verschiedene Massnahmen seit Herbst 2008 getroffen
Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte der Kabelspezialist einen Personalstopp und weitere Massnahmen verfügt. In der Produktion wurden die Anzahl der Temporärstellen reduziert sowie Jahresarbeitszeit- und Ferienguthaben abgebaut. Und im Februar kündigte Huber+Suhner den Abbau von rund 100 Setllen sowie die Einführung von Kurzarbeit an. Die heute gemeldeten 150 abzubauenden Stellen kämen zu den 100 im Februar kommunizierten hinzu, erklärte Huber+Suhner-Sprecher Bernd Niedermann auf Anfrage von AWP.


Tiefere Gewinnmargen
An der bisherigen Prognose für das Gesamtjahr ändere sich nichts, sagte Niedermann. Demnach gilt für 2009 weiterhin, dass mit einem reduzierten Geschäftsvolumen und tieferen Gewinnmargen zu rechnen ist. 2008 verbuchte Huber + Suhner fast ein Viertel weniger Gewinn. Unter dem Strich blieben wegen hoher Währungseinflüsse noch 60,2 Mio CHF. Der Umsatz stieg um 3,9% auf 760 Mio CHF. Von den weltweit 3’500 Beschäftigten bei Huber + Suhner arbeiten 1’500 in den Werken in Pfäffikon und Herisau.  (awp/mc/ps/06)

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