Huber+Suhner: Gewinn schrumpft um nahezu einen Viertel

Der EBIT stieg 2008 um 1,6% auf 85,3 Mio CHF. Einmalgewinne von 8,0 Mio CHF, die zum grössten Teil aus dem Verkauf der Geschäftseinheit BERKOL stammen, wirkten sich hierbei positiv aus. Die EBIT-Marge sank hingegen auf 11,1 (11,5)%, wie das in den Bereichen elektrische und optische Verbindungstechnik tätige Unternehmen am Dienstag mitteilte.


Reingewinn fällt um 23,6 %
Der Reingewinn ging um 23,6% auf 60,2 Mio CHF zurück. Wegen des starken Schweizer Frankens resultierte ein Nettowährungsverlust von 17 Mio CHF. Im Vorjahr fiel dagegen noch ein Währungsgewinn von 5,3 Mio CHF an. Die Dividende soll nun auf 1,00 CHF gekürzt werden, nach 1,25 CHF im Vorjahr. Mit dem Ergebnis hat Huber+Suhner die Erwartungen der Analysten beim EBIT nahezu erfüllt und beim Reingewinn verfehlt. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei 86,5 Mio CHF und für den Reingewinn bei 65,1 Mio CHF.


Umsatz um 3,9 % erhöht
Bereits im Januar hatte Huber+Suhner die Zahlen zum Umsatz vorgelegt. Dieser stieg um 3,9% auf 760,2 Mio CHF, der Auftragseingang sank um 3,6% auf 755,2 Mio CHF.


Unterschiedliche Entwicklung in den Bereichen
In den einzelnen Geschäftsbereichen stellt sich die Entwicklung unterschiedlich dar. So verzeichneten die Sparten Fiberoptik und Niederfrequenz ein deutliches Wachstum, während der Geschäftsbereich Hochfrequenz schwächer tendierte.


Deutlicher Einbruch im vierten Quartal
Bis zum dritten Quartal habe der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen, im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen jedoch einen markanten Rückgang. Betroffen waren insbesondere die Marktsegmente Automotive und Mobilfunk sowie zunehmend auch verschiedene industrielle Anwendungen. Diese Entwicklung wirkte sich entsprechend auf die Umsätze in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres aus, die um 23% unter Vorjahr liegen.


Bereich Hochfrequenz am stärksten betroffen
Die Rezession trifft am härtesten den Bereich Hochfrequenz, wo sich der Auftragseingang per Ende Februar 2009 gegenüber Vorjahr fast halbiert hat. Bei Fiberoptik übertreffen die Aufträge die entsprechenden Vorjahreswerte um 5%. Die Niederfrequenz weist einen Rückgang des Auftragseingangs um 6% aus.


Schwieriges Jahr
Einen guten Start ins 2009 verzeichneten dagegen die Marktsegmente Bahnen, Fiber-To-The-Antenna und Fiber-To-The-Home, die in den ersten beiden Monaten 2009 den Auftragseingang des Vorjahres übertrafen. Das Unternehmen stellt sich insgesamt auf ein schwieriges Jahr 2009 ein und geht von einem reduzierten Geschäftsvolumen und tieferen Gewinnmargen aus. Huber+Suhner sieht sich jedoch für eine Abschwungphase gut gerüstet. Alle drei Geschäftsbereiche erarbeiteten in den vergangenen Jahren erfreuliche Erträge und die bewusst geförderte Diversifizierung in neue Anwendungen dürfte stabilisierend wirken.


Zwei Bereiche mit gutem Start ins neue Jahr
Zwei der drei Geschäftsbereiche seien gut ins laufende Jahr gestartet und einige Anwendungen, wie zum Beispiel Bahnen oder Breitbandkommunikation, sollten von den weit verbreiteten staatlichen Förderprogrammen profitieren.


Stellenabbau und Kurzarbeit
Huber+Suhner hatte Anfang Februar angekündigt weltweit rund 100 von insgesamt 3’500 Stellen abzubauen und führte teilweise Kurzarbeit ein. Grund sei der seit November 2008 deutlich rückläufige Auftragseingang sowie die allgemein schlechten Konjunkturprognosen. Der Personalbestand liege per Ende Februar um gut 6% unter dem Durchschnittsbestand von 2008, so das Unternehmen. (awp/mc/pg/07)

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