ifo-Institut: Weltwirtschaftsklima zum vierten Mal in Folge eingetrübt

Der Rückgang resultiere vor allem aus einer ungünstigeren Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Aber auch die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten wurde erneut schlechter beurteilt.


Vor allem Westeuropa und Asien betroffen
Die Beurteilung der aktuellen Wirtschaftslage sank im dritten Quartal von 96,8 auf 85,5 Punkte. Der Erwartungsindex ging von 66,7 auf 61,4 Punkte zurück. Die Abkühlung des Weltwirtschaftsklimas betreffe vor allem Westeuropa und Asien, kommentierte das ifo die Ergebnisse. In Nordamerika habe sich der Klimaindikator indes nicht weiter verschlechtert.


Anstieg der Notenbankzinsen erwartet
Die Inflationserwartungen für das laufende Jahr liegen sowohl für die USA als auch für die Eurozone deutlich über den Teuerungsraten des vergangenen Jahres. Ein ähnliches Bild ergebe sich für Asien. Mithin erwarten die befragten Experten – anders als bei der vorangegangenen Erhebung – einen Anstieg der Notenbankzinsen. Während der US-Dollar und der japanisch Yen derzeit als unterbewertet angesehen werden, gilt der Euro bei den Befragten als überbewertet.


Das ifo Institut befragt im vierteljährlichen Turnus Experten aus einer Vielzahl von Ländern zur Konjunkturentwicklung und zu anderen Wirtschaftsdaten. An der jüngsten Erhebung im Juli 2008 nahmen 1.025 Experten aus 92 Ländern teil. Die Umfrage wird in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC) durchgeführt. (awp/mc/pg/26)

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