Infineon müht sich vergeblich um Kredite

Bei einem Ausfall dauere es zu lange, bis der Staat das Geld erstatte. Vorbörslich gab der Infineon-Kurs um 1,1 Prozent auf 2,535 Euro nach. Die Infineon-Führung buhlt schon seit Monaten um staatliche Unterstützung. Ihr Argument: Infineon sei als Elektronikzulieferer der Autoindustrie systemrelevant. Das Unternehmen ist nach jahrelangen milliardenschweren Verlusten insbesondere seiner inzwischen insolventen Speicherchip-Tochter Qimonda ausgezehrt. Die Wirtschaftsflaute hat die Situation verschärft. Etwas Entspannung brachte jüngst nur der Erlös einer Wandelanleihe in Höhe von 181,5 Millionen Euro.


Kreditlinie läuft aus
Bei Infineon läuft in diesem Jahr eine Kreditlinie über 300 Millionen Euro aus, von der nach letztem Stand noch 50 Millionen Euro gezogen sind. Kommendes Jahr werden dann die zwei Anleihen fällig im Nominalwert von aktuell 592 Millionen Euro. Die vorzeitige Ablösung eines bedeutenden Teils der Schuld scheiterte zuletzt – die Anleger weigerten sich, Infineon die Anleihen für drei Viertel ihres Nennwertes zu überlassen. Im Raume steht nun neben staatlicher Hilfe eine Kapitalerhöhung über bis zu 450 Millionen Euro. (awp/mc/ps/11)

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