Interroll steigert Umsatz weiter – EBIT-Marge auf 12,9% erhöht

Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich das Unternehmen aufgrund der zunehmend angespannten Situation an den Rohstoffmärkten vorsichtiger. Der Nettoumsatz von Interroll stieg im ersten Halbjahr 2008 um 6,7% auf 187,5 (VJ 175,8) Mio CHF. In Lokalwährung resultierte eine Zunahme von 10,4%. Der EBITDA reduzierte sich leicht um 4,7% auf 30,5 (32,0) Mio CHF.


28,2 Prozent höherer Reingewinn
Der EBIT verbesserte um 10,0% sich auf 23,3 (21,1) Mio CHF, die entsprechende Marge lag auf 12,9% und damit über dem Vorjahreswert von 11,5% sowie über der mittelfristigen Zielgrösse von 12,0%. Unter dem Strich schliesslich verblieb ein 28,2% höherer Reingewinn von 17,9 (13,9) Mio CHF, schreibt das im Bereich Logistik tätige Unternehmen am Dienstag in einer Mitteilung. Die ausgewiesenen Zahlen lagen allesamt über den Prognosen.


Rohstoffpreiserhöhungen in «exorbitantem» Ausmass
Interroll sei mit Elan ins erste Semester gestartet, so die firmeneigene Einschätzung. Überrascht zeigt sich das Unternehmen vom Umfang der Rohstoffpreiserhöhungen. Interroll spricht von einem exorbitanten Ausmass, welches sich noch spürbar auf das zweite Halbjahr 2008 auswirken werde. Die massiven Rohstoffpreiserhöhungen und steigende Frachtkosten liessen sich nur teilweise und zeitverzögert an Kunden weitergeben, so die Mitteilung weiter.


Komponenten-Sparte in Franken mit Umsatzrückgang
Die Sparte Komponenten steigerte ihre Verkäufe im ersten Halbjahr in lokalen Währungen um 1,7%. In Schweizer Franken reduzierte sich der Umsatz allerdings leicht auf 116,8 Mio CHF nach 119,2 Mio CHF. Der Sparten-EBIT verbesserte sich auf 17,2 (16,4) Mio CHF. Ein temporärer Rückgang im Förderrollenbereich im Vergleich zum Rekordausstoss im ersten Halbjahr 2007 sei durch neue Produkte im Bereich der Trommelmotoren und Antriebsrollen (RollerDrives) mehr als kompensiert worden.


Subsysteme: Umsatzsteigerung von 24,8 %
In der Sparte Subsysteme erhöhte sich der Umsatz um 24,8% auf 70,7 (56,6) Mio CHF. Der EBITDA stieg um 11,4% auf 7,5 (6,8) Mio CHF. Im Bereich Fliesslager hätten sich Umsatz und Auftragseingang sehr erfreulich entwickelt. Osteuropa und Russland verzeichneten hohe Marktanteilsgewinne. Nach einem dynamischen Start im ersten Quartal 2008 musste Nordamerika dagegen eine Abschwächung des Geschäftsganges hinnehmen. Dieser dürfte sich auch auf die zweite Hälfte 2008 auswirken.


Vorsichtiger Ausblick
Aufgrund der zunehmend angespannten Situation der Rohstoffmärkte rechnet Interroll im zweiten Semester des laufenden Jahres mit einem weiter eingetrübten Wirtschaftsklima, welches sich auf den Geschäftsgang auswirken könnte. Fachkreise prognostizierten weitere Stahlpreiserhöhungen; ölpreisbedingt stiegen auch die Frachtkosten. Weitere Produktivitätsfortschritte in allen Geschäftsbereichen, ein straffes Kostenmanagement und der strategische Einkauf werden dem Unternehmen zufolge noch pointierter zum Erhalt bzw. Ausbau der Profitabilität eingesetzt. (awp/mc/pg/33)

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