IWF: «Emirate werden 2007 langsamer wachsen»

Von Gérard Al-Fil


 


2006 werde als des bisher beste Jahr in die 35-jährige Geschichte der VAE eingehen, meint Mohsin S. Khan, IWF-Direktor für den Bereich Mittlerer Osten und Zentralasien.


 


VAE-Wirtschaftsmotor brummt


Rekordohe Ölpreise, neue Freihandelszonen und eine steigende Investitonstätgikeit aus dem Ausland bescherten dem Golfstaat 2006 sein bisher stärkstes Wachstum. Um 11.5% habe das Bruttosozialprodukt (BSP) in diesem Jahr bislang zugelegt (2005: +8.2%). Erste Anzeichen einer Abkühlung der Konjunktur sieht Khan auf dem Immobiliensektor, der 2006 von einem starken Nachfrageüberhang gekennzeichnet war. Innerhalb der nächsten zwölf Monate kämen jedoch 40’000 bis 60’000 neue Wohneinheiten auf den Markt.


 


Hoffnung auf Desinflation


Die gedämpften Erwartungen des IWF dürften für viele Ausländer, die allein in Dubai 80% der 1.3 Millionen Einwohner stellen, eher Grund zur Freude als zur Sorge sein. Denn im Zuge der zum Teil horrenden Mietsteigerungen von bis zu 25% pro Jahr zogen 2006 sämtliche Sektoren mit Preisaufschlägen nach. Die Folge: Trotz Steuerfreiheit bieten die verfügbaren Einkommen der meisten Beschäftigten nur wenig Raum zum Sparen. Grund für immer mehr westliche Gastarbeiter (‹Expatriates›, oder kurz: ‹Expats), Dubai zu verlassen. In der Golfmetropole leben etwa 1’000 Schweizerbürger.

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