IWF meint EZB sollte keinen festgelegten Zinserhöhungsplan verfolgen

Vielmehr sollte die Notenbank ihre Zinsentscheidungen auf der Basis der Wirtschaftsdaten treffen, sagte IWF-Chefvolkswirt Raghuram Rajan am Mittwoch in Paris. „Der beste Rat an die EZB ist, ihre Politik datenabhängig zu lassen.“


Nur noch 0.1 Prozent Wachstum erwartet
Die Unsicherheiten bezüglich des US-Wachstums sprächen für eine vorsichtige Haltung der EZB, sagte Rajan. Der IWF rechnet nun nur noch mit einem Wachstum der grössten Volkswirtschaft der Welt im kommenden Jahr von 2,7 bis 2,8 Prozent. Vor einem Monat hatte die Prognose noch bei 2,9 Prozent gelegen. Die Abschwächung in den USA sei ein grosses Risiko für die Weltwirtschaft.


Fokus auf China
Rajam äusserte sich zudem kritisch zur Entwicklung der chinesischen Währung Yuan. Die Aufwertung schreite zu langsam voran. „Der Yuan ist zum jetzigen Zeitpunkt unterbewertet“, sagte Rajan. Die Unterbewertung werde sich im Zeitablauf noch ausweiten. „Es ist ein langsamerer Prozess als wir gerne sehen würden.“ (awp/mc/th)

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