Jordan: Immobilienmarkt hat wichtige Funktion im Kampf gegen die Finanzkrise

So hätten beispielsweise die Schweizer Hypotheken bei den so genannten Limmat-Transaktionen einen Beitrag für die Sicherung der Schweizer Finanzstabilität geleistet, indem sie die Refinanzierungssituation der Grossbanken verbesserten. Der Schweizer Immobilien- und Hypothekarmarkt sei zudem ein wichtiger Transmissionskanal der Geldpolitik. Aufgrund des Rückgangs der Hypothekarzinsen seien Haushalte und Unternehmungen entlastet und damit die Schärfe der Rezession etwas gemildert worden, erklärte Jordan.


Mittelfristige Risiken durch tiefes Zinsniveau
Das heute historisch tiefe Zinsniveau birgt jedoch Jordan zufolge mittelfristige Risiken für den Schweizer Immobilienmarkt, die Finanzstabilität sowie die Preisstabilität. Erfahrungsgemäss bildeten gerade Phasen tiefer Zinsen den Nährboden für Übertreibungen auf dem Hypothekar- und Immobilienmarkt. Deshalb müsse insbesondere im aktuellen Umfeld darauf geachtet werden, dass die Fehler der Vergangenheit, wie z.B. in den späten 1980er Jahren, nicht wiederholt werden. Sorgfalt müsse daher weiterhin im Mittelpunkt der Kreditvergabe stehen.


Zur Geldpolitik machte Jordan in seinem Referat keine Aussagen. (awp/mc/pg/11)

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