Kardex: Umsatz steigt im 1. Halbjahr um 13,1 Prozent

Um Währungseinflüsse bereinigt entspreche dies gar einer Zunahme um 14,5%, wie das Unternehmen mitteilte. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 19% auf 20,7 (17,4) Mio EUR. Auf vergleichbarer Basis – also ohne den negativen Effekt aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs AFT von 2,2 Mio EUR – stieg der EBIT gar um 36,2%. Die EBIT-Marge wurde auf 9,3 (8,9)% verbessert. Der Reingewinn lag bei 13,8 (8,3) Mio EUR.


Auftragsbestand um 6,4 % verbessert
Der Auftragseingang nahm in der Berichtsperiode um 6,4% auf 243,4 (228,8) Mio EUR zu. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei 135,5 (107,8) Mio EUR.


Verlagerung von Produktionsprozessen in aufstrebende Märkte
Im ersten Halbjahr habe die Gruppe in ihrem Kernmarkt, dem Logistiksektor, nach wie vor eine grosse Nachfrage verzeichnet, heisst es weiter. Der Sektor profitiere derzeit von der kontinuierlichen Verlagerung von Produktionsprozessen in aufstrebende Märkte wie Russland, Indien und China. Aber auch der europäische Markt habe sich gut entwickelt.


Konsequentenes Einkaufsmanagement
Die Steigerung der Marge sei trotz höherer Rohstoffpreisen gelungen. Einerseits hätten Kunden die Überwälzung der höheren Materialkosten weitgehend akzeptiert, andererseits hätten das konsequente Einkaufsmanagement und Produktivitätsverbesserungen zu der Margen-Verbesserung geführt.


KRM: Verkäufe in den USA rückläufig
Die Sparte KRM erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 122,0 (121,0) Mio EUR. Während die Nachfrage in Europa und Russland auf hohem Niveau stabil war, waren die Verkäufe in den USA konjunktur- und währungsbedingt rückläufig. Weiterhin positiv entwickelten sich die asiatischen Märkte. Kontinuierliche Prozessoptimierungen und die planmässig verlaufende Integration der bisher individuell geführten Markteinheiten Kardex und Megamat führten beim EBIT zu einem Anstieg um 17,3% auf 12,9 Mio EUR. Die EBIT-Marge erreichte 10,6 (9,1)%. Der Bestellungseingang von KRM, die dynamische Lager- und Bereitstellungssysteme anbietet, ging leicht auf 129,1 (130,3) Mio EUR zurück. Der Auftragsbestand per Ende Juni lag bei 77,2 (70,4) Mio EUR.


Stow mit Umsatzsprung
Der im Markt für statische Regallagersysteme aktive Geschäftsbereich Stow hat im ersten Halbjahr 2008 den Umsatz um 33,2% auf 100,8 Mio EUR gesteigert. Bereinigt um den Effekt der gestiegenen Stahlpreise betrug das Umsatzplus rund 20%. Der EBIT nahm um 87,0% auf 8,6 Mio EUR zu und die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,5 (6,1)%. Die «sehr gute» Entwicklung des Geschäftsbereichs Stow führt Kardex auf die unverändert hohe Nachfrage für statische Regallagersysteme, insbesondere aus den mittel- und osteuropäischen Märkten, zurück. Der Bestellungseingang erhöhte sich um 16,0% auf 114,3 Mio EUR. Der Auftragsbestand lag bei 58,3 Mio EUR und war um 39,1% höher als im Vorjahr.


Dualstrategie wird fortgesetzt
Die Dualstrategie der Kardex Gruppe mit der Fokussierung auf die zwei Geschäftsbereiche KRM und Stow werde konsequent fortgesetzt, heisst es in der Mitteilung weiter. KRM verfüge über gute Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, insbesondere in den USA sowie in den aufstrebenden asiatischen und osteuropäischen Märkten. Bei Stow soll mit der Fortsetzung des ‹Synergy›-Programms die operative Flexibilität weiter verbessert werden. Zudem werde das planmässig im April 2008 in Betrieb genommene neue Stow-Werk in Shanghai bis Ende 2009 eine Verdoppelung des Produktionsvolumens in China ermöglichen.


Zuversicht für das 2. Halbjahr
Aufgrund des soliden Auftragsbestands sowie einer anhaltend starken Nachfrage zeigt sich Kardex betreffend der weiteren Geschäftsentwicklung zuversichtlich. Im zweiten Halbjahr könne mindestens das Ergebnis des ersten Halbjahres erreicht werden. Mittelfristig strebt Kardex ein jährliches Umsatzwachstum in der Grössenordnung von 8% bis 10% sowie eine zweistellige EBIT-Marge an. (awp/mc/pg/09)


 

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