Kundenorientierung in der Innovation. Rezept oder Finte?

Von Stefan Lettig und Pieter Jongepier, Doktoranden an der Strathclyde University Business School


Radikale Innovationen sind Motor und stets gleichzeitig echte Herausforderung für Firmen, Ökonomie und Gesellschaft. Hier legt die empirische Evidenz eine entsprechend beidseitige ‚Customer-Supplier Interaktion‘ zur Verringerung der innewohnenden dualen Unsicherheit nahe. Diese Interaktionsform soll korrespondierend die organisatorische Effektivität anheben und somit die Performance optimieren.


Einblick in die Realität unbekannter Märkte
Die Kundenorientierung erlaubt dem Innovator, Diskrepanzen in der Kundenbeziehung zu erkennen und bestehende sowie potenzielle Märkte gezielter zu beobachten und zu bewerten. Erkenntnisgewinne über die vorherrschenden Marktnormen und Verhaltensmuster animieren Unternehmen zur aufmerksamen Analyse und befähigen sie damit, Nachfragen richtig zu identifizieren. Dies löst unternehmerisches Handeln aus, um exzellenten Mehrwert zu liefern. Was liegt dem zu Grunde – Philosophie, objektivierbare Wissenschaft oder „nur“ gesunder Menschenverstand? Die Interaktion umfasst dies alles, denn über potenzielle Kunden hat der Innovator einen Einblick in die Realität der für ihn unbekannten Märkte. Die der Situation entsprechende Organisationskultur und -charakteristik unterstützt die Unternehmung im Erreichen einer hohen Innovationsrate. Die Fähigkeit einer Unternehmung, interne und externe firmenspezifische Kompetenzen zu erschliessen, befähigt sie, Marktveränderungen  effektiv und bedarfsgerecht zu berücksichtigen. Die Fähigkeit auf veränderliche Bedingungen des Umfeldes aktuell reagieren zu können, erfordert adäquat innovative Massnahmen.


Kundenorientierung steigert Innovationsfähigkeit
Grundlage ist die Anpassungskapazität, interne und externe organisatorische Fachkenntnisse und funktionale Kompetenzen, die für das Angleichen an die entstandenen Anforderungen von umfeldbedingten Veränderungen erforderlich sind, zu integrieren und zu rekonfigurieren. Die intensive Wahrnehmung von Bedingungsveränderungen erlaubt, Kompetenzen aktuell zu konfigurieren, bevor diese eventuell zu starr geworden sind und notwendige Anpassungen dann zu schwierig werden. Eine Firmenkultur mit Fokus auf Koordination, Lerngewinn und intensiv Dialog basierender Kundeninteraktion kann den Weg zu einem Wettbewerbsvorteil ebnen. Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis indizieren durch Kundenorientierung einen positiven Effekt auf die Performance und den Grad der Innovationsfähigkeit jeder Unternehmung; Kundenorientierung ist folglich der meistbeeinflussende pro-aktive Faktor der Innovationsentwicklungsfähigkeit. Die Kunst besteht nun darin, die Ressourcenbasis so weit neu zu definieren, dass Schwierigkeiten in der eigenen Bestandskompetenz überwunden werden, um schliesslich neue Sourcen mit Konkurrenzvorteil zu entwickeln.


Den gesamten Artikel können Sie unter dem untenstehenden Link „Kundenorientierung in der Innovation. Rezept oder Finte?“ lesen.

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