Leuenberger spricht von «Schlammschlacht»

Die Wahl des Post-Verwaltungsratspräsidenten Claude Béglé sei «absolut korrekt» abgelaufen, sagte der Bundesrat am Montag gegenüber «Radio 24».


Wahl Béglés nicht unter UVEK-Lupe
Leuenberger zeigte sich enttäuscht darüber, dass Gerüchte und Unwahrheiten als Grundlage für Anschuldigungen genommen würden. Der Postminister spielte damit auf die Vorwürfe der Befangenheit an die Adresse von Hans Werder, UVEK-Generalsekretär und Peter Siegenthaler, Direktor der Eidg. Finanzverwaltung, an, welche die drei kürzlichen Abgänge an der Post-Spitze untersuchen sollen. Werder und Siegenthaler seien damit betraut, die künftige Generalversammlung vorzubereiten und zu schauen, wie der Verwaltungsrat der Post künftig aussehen solle. Dass sie auch die Wahl Béglé untersuchen sollten, sei schlicht falsch. «Davon ist keine Rede.»&


Leuenberger verteidigt Béglés Wahl vor Kommission
Bundesrat Leuenberger verteidigte am Montagnachmittag die Wahl von Claude Béglé zum Verwaltungspräsidenten der Post vor der zuständigen Ständeratskommission. «Das Auswahlverfahren ist absolut korrekt verlaufen», sagte er im Anschluss an die Sitzung vor den Medien. Er sei froh, dass er vor den Vertretern des Ständerats die Sachverhalte habe richtig stellen können. «Die Arbeit von Herrn Béglé wird sehr geschätzt», stärkte er Béglé den Rücken. Béglé ist in den letzten Wochen in den Medien wegen seines Führungsstils und den Abgängen des bisherigen Post-CEO Michel Kunz und von zwei Verwaltungsräten unter Druck geraten ist.


Schadensbegrenzung
Laut Leuenberger sind er selber, die Verwaltung und die Post darum bemüht, dass nun möglichst rasch wieder Ruhe einkehrt. Deshalb sei ein Ausschuss damit beauftragt worden, die Ereignisse der letzten Wochen aufzuarbeiten und die Wahl von neuen Verwaltungsräten vorzubereiten. Der Generalsekretär des Eidg. Departements für Umwelt, Energie und Kommunikation (UVEK), Hans Werder, sowie der Finanzverwalter Peter Siegenthaler hätten – anders als in einigen Medien kolportiert – keinesfalls die Aufgabe, das Anstellungsverfahren von Herrn Béglé zu untersuchen. Dazu bestehe kein Anlass. (awp/mc/ps/10)

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