LGT und Deutsche Bank verhandeln exklusiv über Verkauf der BHF-Bank

Dieses Ziel hatte die Deutsche Bank noch bis Anfang Dezember verteidigt. Nun gab die Deutsche Bank bekannt, dass sie sich mit LGT über die «wesentlichen Eckpunkte des Verkaufs geeinigt» habe. Ein Ende der Verhandlungen und ein endgültiger Verkauf wird nun aber «im Laufe des ersten Quartals 2011» gesehen. Mehr wolle man dazu vorerst nicht sagen: beide Parteien hätten Stillschweigen vereinbart. Die BHF-Bank gehört zur Privatbank Sal. Oppenheim, die die Deutsche Bank im Oktober 2009 übernommen hatte. Bisher war nicht einmal über die Namen der Interessenten gesprochen worden – inoffiziell galt LGT allerdings als ein heisser Kandidat. Als weiterer Interessent wurde inoffiziell auch der US-Investor KKR gehandelt – auch er soll ein Gebot abgegeben haben. Zuerst hatte KKR gemeinsam mit dem zum Oetker-Konzern gehörenden Bankhaus Lampe für die BHF-Bank bieten wollen. Lampe zog sich dann aber zurück.


Wird die BHF-Bank als Ganzes verkauft?
Allerdings wurde zwischendurch auch kolportiert, die Deutsche Bank sei mit dem Angebot der LGT nicht zufrieden gewesen. Die Liechtensteiner Bank habe 300 Mio EUR für die BHF-Bank geboten – die Deutsche Bank wiederum habe einen Buchwert von 600 bis 650 Mio EUR veranschlagt. Dazu wurde mit Verweis auf Finanzkreise immer wieder berichtet, die LGT wolle eigentlich auch nicht die ganze BHF-Bank haben, sondern habe es lediglich auf das Geschäft mit vermögenden Privatkunden abgesehen. Die Deutsche Bank wiederum will die BHF-Bank eigentlich als Ganzes verkaufen. Unklar ist, bb sie von diesem Plan nun abgerückt ist. (awp/mc/ss/25)

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