Lohnrunde 2007: Bundespersonal erhält 3,1 Prozent mehr Lohn

Dieses Lohnergebnis sei für sie zufriedenstellend, teilte die Gewerkschaft transfair am Donnerstagabend mit. Präsident Hugo Gerber sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, die 1,2 Prozent als Teuerungsausgleich lägen sogar über der Jahresteuerung. Dieser Teil der Lohnerhöhung ist 2007 neu rentenwirksam, also versichert.

Positiv: Normaler Teuerungsausgleich
Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal teilte mit, der «seit Jahren wieder erreichte normale Teuerungsausgleich» sei positiv zu werten. Seit 15 Jahren warte das Bundespersonal aber weiterhin auf eine reale Lohnerhöhung.

Unversicherte Zulagen wegen Primatswechsel
Die Regelung mit den unversicherten Einmalzulagen geht auf eine Einigung der Sozialpartner 2004 zurück. Grund dafür ist der Wechsel vom Leistungs- ins Beitragsprimat bei der Bundespensionskasse PUBLICA. Dabei wurde die Lohnentwicklung mit dem Primatswechsel bei der Bundespensionskasse gekoppelt. Bis zum Übergang vom Leistungs- ins Beitragsprimat sollten ursprünglich nur noch unversicherte Einmalzulagen gewährt werden. Die aufgelaufene Teuerung wäre erst nach dem Wechsel im Beitragsprimat versichert worden. Das fällt nun dahin, der Teuerungsausgleich von 1,2 Prozent ist 2007 versichert. Die seit 2004 gewährten Einmalzulagen dagegen werden erst mit dem Übergang ins Beitragsprimat versichert. Der Primatswechsel war ursprünglich auf den 1. Januar 2007 vorgesehen gewesen. Da sich die parlamentarischen Beratungen verzögern, dürfte er frühestens Mitte 2008 erfolgen.

Weiter harte Lohnverhandlungen absehbar
Für die Zukunft sieht die Gewerkschaft transfair trotz der befriedigenden Lohnrunde schwärzer: Die Nominallöhne der Bundesverwaltung hinkten wegen der in den letzten Jahren nicht mehr voll ausgeglichenen Teuerung gegenüber dem Landesindex der Konsumentenpreise um über fünf Prozent nach. Darum müsse beim Wechsel ins Beitragsprimat nicht nur die aufgelaufene Teuerung von 2,5 Prozent ausgeglichen sondern auch eine Reallohnerhöhung von 2,5 Prozent gewährt werden.

Zustimmung des Parlaments noch ausständig
Die Lohnerhöhung war mit Finanzminister Hans-Rudolf Merz bereits im September ausgehandelt worden. Noch fehlt die Zustimmung des Parlaments. An den Lohnverhandlungen waren neben transfair auch die Gewerkschaft garaNto (Zoll und Grenzwacht), der Personalverbund des Bundes (PVB), swissPersona, die Vereinigung der Kader des Bundes (VKB) und vpod beteiligt. PVB, garaNto und vpod sind in der Verhandlungsgemeinschaft zusammengeschlossen. (awp/mc/ar)

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