MCH erwartet nach halbiertem Halbjahresgewinn auch tieferes Jahresergebnis

Bei einem konsolidierten Ertrag von 200,9 (VJ 236,2) Mio CHF blieben MCH unter dem Strich noch 15,5 (30,3) Mio CHF. Damit hat sich der Gewinn fast halbiert. Dank Massnahmen zur Kostensenkung konnte MCH den Betriebsaufwand auf 155,2 (173,9) Mio CHF senken. Der operative Gewinn der Stufe EBITDA sank auf 45,7 (62,3) Mio und auf Stufe EBIT auf 18,3 (35,5) Mio CHF.


Resultat im Rahmen der eigenen Erwartungen
MCH spricht mit Blick auf die schwierigen Rahmenbedingungen von einem «ansprechenden» Ergebnis, das im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sei. So habe neben dem zyklusbedingt schwächeren Veranstaltungsprogramm auch die Weltwirtschaftskrise ihre Spuren im Messe- und Eventgeschäft hinterlassen. Die Rückgänge im Vergleich zu den Rekordjahren seien zwar schmerzlich, aber angesichts der gestärkten Marktposition verkraftbar.


10%iger Ertragsrückgang bei Eigenmessen
Bei den Eigenmessen (Umsatzanteil 73%) musste MCH einen Ertragsrückgang von 10% hinnehmen. Rund die Hälfte sei auf das zyklusbedingt schwächere Messeprogramm zurückzuführen, die andere Hälfte auf die schwierigen konjunkturellen Bedingungen. Im Vermietungsgeschäft (Umsatzanteil 5%) verzeichnete einen Ertragsrückgang von 6,6 Mio CHF, der auf den Wegfall der EURO 08 zurückzuführen sei. Ansonsten präsentiere sich die Ertragslage gegenüber Vorjahr stabil. MCH Event Services (Umsatzanteil 22%) spürte die Auswirkungen der Krise am unmittelbarsten und heftigsten: Der Semesterertrag sank um 20,5% auf 48,2 Mio CHF, wobei ein Teil der Differenz ebenfalls auf die EURO 08 zurückzuführen sei. Vor allem die Krise in der Automobilindustrie habe sich stark negativ ausgewirkt.


Defizit im 2. Halbjahr erwartet
Für das zweite Halbjahr rechnet die MCH Group mit einem Defizit, weshalb der Jahresgewinn 2009 unter dem Halbjahresergebnis liegen werde. Ein defizitäres zweites Halbjahr sei aber nicht ungewöhnlich, betonte Konzern-Sprecher Christian Jecker auf Anfrage von AWP und verwies auf den stark zyklischen Charakter des Geschäftes. Das zweite Halbjahr sei stets schwächer als das erste, sagte er. Zudem könne im zweiten Semester noch nicht von einer Konjunkturerholung mit positiven Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der MCH Group ausgegangen werden. Auf der anderen Seite hätten die eingeleiteten Massnahmen auf der Ertrags- und Kostenseite eine gewisse Reaktionszeit.


Zusätzlich zur Wirtschaftskrise komme die Gefahr, dass wegen der Schweinegrippe die Aussteller und die Besucher ausbleiben.  (awp/mc/pg/07)

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