Merck & Co will Schering-Plough für 41 Mrd USD schlucken

Die Fusion von Merck & Co und Schering-Plough führt die beiden Hersteller der Cholesterin-Senker Vytorin und Zetia zusammen. Die neue Gruppe kommt auf einen Jahresumsatz von 47 Milliarden Dollar. Analysten sehen hinter dem Zusammenschluss aber auch die Not zur Konsolidierung angesichts der wachsenden Konkurrenz von Generika-Herstellern. Der Markt für Marken-Medikamente sei nicht mehr derselbe wie vor zehn Jahren, so das Analysehaus Jeffries. Es gebe Überkapazitäten. Daher müsse es zwangsläufig zu Fusionen kommen.


Bar und Aktien
Den Kauf will Merck zu 56 Prozent in eigenen Aktien und zu 44 Prozent in bar abwickeln. Jeder Schering-Plough-Aktionär soll für eines seiner Papiere 0,5767 Merck-Aktien sowie 10,50 Dollar in bar erhalten. An der New Yorker Börse gaben Merck-Aktien um 9,41 Prozent auf 20,60 Dollar nach. Schering-Plough stiegen um 14,07 Prozent auf 20,11 Dollar.


VR beider Unternehmen geben grünes Licht
Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben den Angaben nach der Fusion bereits zugestimmt. Das verschmolzene Unternehmen wird unter dem Namen Merck weiter laufen. Merck-Vorstandschef Richard T. Clark soll die neue Gruppe führen. Mit einem Abschluss wird im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gerechnet. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Merck und Schering-Plough haben bereits bei der Vermarktung ihrer Blutfett-Senker zusammengearbeitet, die zuletzt bei mit deutlichen Umsatzeinbussen zu kämpfen hatten.


Synergieeffekte von bis zu 3,5 Milliarden Dollar  
Die jährlichen Synergien durch den Zusammenschluss bezifferte Merck auf 3,5 Milliarden Dollar nach 2011. Unabhängig davon laufen bereits bei beiden Unternehmen Sparprogramme. Finanzieren will Merck den Kauf durch bestehende Barbestände in Höhe von 9,8 Milliarden Dollar und einen Kredit von 8,5 Milliarden Dollar. Merck geht eigenen Angaben zufolge davon aus, sein Bonitätsrating bei den Rating-Agenturen halten zu können.


Dividende bleibt unagetatstet
Die Dividende will der Konzern zur Finanzierung des Kaufs nicht antasten. Pfizer hatte eine Halbierung der Gewinnausschüttung angekündigt. Merck hingegen hält unverändert an seiner Jahresdividende von 1,52 Dollar je Aktie fest und will nach der Übernahme auch sein Aktienrückkaufprogramm fortsetzen. Seine Ziele für 2009 bestätigte Merck. Danach soll der Umsatz zwischen 23,7 und 24,2 Milliarden Dollar ausfallen. Der Gewinn je Aktie wird vor Sonderposten bei 3,15 bis 3,30 Dollar erwartet. (awp/mc/ps/14)

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