Meyer Burger Technology AG neu im PHOTON Photovoltaik-Aktien Index PPVX

Nach einer Performance von rund 598 Prozent in den Jahren 2004 und 2005 liegt der Index dieser Boombranche seit Jahresanfang 2006 mit einem Plus von rund 8,2 Prozent knapp hinter dem Erdöl-Aktien-Index AMEX Oil (+8,7 Prozent) und hat nun ein Volumen von über 25,7 Milliarden Euro erreicht.


3S Swiss Solar System fällt aus dem PPVX
Der internationale PHOTON Photovoltaik-Aktien Index (PPVX) enthält mit der Meyer Burger Technology AG  ( ISIN CH0027700852) aus der Schweiz erstmals einen Hersteller von Sägen zur Produktion von Siliziumwafern. Da der Index auf 30 Titel begrenzt ist, fällt die mit einem Börsenwert von unter 20 Millionen Euro derzeit kleinste Firma, die 3S Swiss Solar Systems, aus dem PPVX. Die verbleibenden Firmen, die zwischen rund 26 Millionen Euro (Sunline AG) und 6,9 Milliarden Euro (REC) wert sind, haben ihren Sitz in Deutschland (13), USA (7) China (3), Taiwan (2), Australien (1), Kanada (1), Norwegen (1) und Thailand (1).


Aktie mehr als achtfach überzeichnet
Die Gewichtung der neuen Aktie im Index beträgt anfänglich rund 2,4 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 44 Franken am 24. November 2006 wurde die Meyer-Burger-Aktie in die Gewichtungsklasse 2 (Marktkapitalisierung zwischen 50 und 200 Millionen Euro) des PPVX aufgenommen. Der Schlusskurs des ersten Handelstages lag rund 13 Prozent über dem (am oberen Ende der Spanne von 33 bis 39 Franken festgelegten) Ausgabepreis von 39 Franken. Die Aktie war mehr als achtfach überzeichnet.


Photovoltaikanteil bei 72 % des Jahresumsatzes
Das 1953 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Steffisburg bei Bern erzielte 2005 einen Umsatz von 59,9 Millionen Franken, einen operativen Gewinn von 4,3 Millionen Franken und einen Reingewinn von 2,7 Millionen Franken, wobei der Photovoltaikanteil nach Unternehmensangaben bei rund 72 Prozent des Jahresumsatzes lag. Damit ist Meyer Burger einer der weltweit führenden Produzenten von Sägen für die Herstellung von Siliziumwafern, dem Basismaterial für das Gros der derzeit verwendeten Solarzellen.


Nach dem Börsengang (samt Ausübung des Greenshoes) beträgt der Streubesitz rund 70 Prozent. Von den angebotenen 2,07 Millionen Aktien stammten 0,9 Millionen aus einer Kapitalerhöhung, die netto knapp 32 Millionen Franken in die Firmenkasse brachte. Meyer Burger war – bei 2,96 Millionen Aktien – am Ende des ersten Börsentags mit rund 130 Millionen Franken bzw. rund 81,85 Millionen Euro bewertet, also rund dem 2,2-fachen des letztjährigen Jahresumsatzes. Mit dieser Marktkapitalisierung liegt Meyer Burger – noch vor der Phönix Sonnenstrom AG (mit 81,83 Millionen Euro) – an 19. Stelle im PPVX, dessen Volumen sich seit Anfang 2004 von rund 0,4 Milliarden Euro auf über 25,7 Milliarden Euro erhöht hat.






Zum PPVX:
Der am 1. August 2001 mit 1.000 Punkten und elf Aktien gestartete PPVX wurde in seiner inhaltlichen Zusammensetzung und rechnerischen Struktur in Kooperation von der Solar Verlag GmbH, Aachen, und der Öko-Invest-Verlags-GmbH, Wien, erstellt. Aufgenommen werden Unternehmen, die über 50 Prozent des Vorjahresumsatzes mit Produkten oder Dienstleistungen gemacht haben, die direkt oder indirekt mit der Installation beziehungsweise Nutzung von Photovoltaikanlagen zusammenhängen. Über die Aufnahme entscheidet ein Beirat, dem Mitglieder der Redaktionen des Börseninformationsdienstes Öko-Invest, der deutschen sowie der englischsprachigen PHOTON-Redaktion angehören.

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