Microsoft baut Plattform für Cloud Computing aus

Das Unternehmen stellte dafür einen neuen Baustein seiner Azure- Plattform für IT-Dienste im Netz vor: Die Hyper-V Cloud, ein Paket von mehreren Einzelprogrammen für den Windows-Server, soll Unternehmen dabei helfen, in kurzer Zeit eine eigene Cloud- Infrastruktur aufzubauen. Als Partner für die Hyper-V Cloud nannte Microsoft Dell, Fujitsu, Hitachi Zosen, Hewlett-Packard, IBM und NEC.


Umwälzung der bisherigen Informationstechnik
Das Cloud Computing bedeutet eine Umwälzung der bisherigen Informationstechnik im Unternehmen. Anstatt mit hohem Aufwand eigene Hardware und Software zu unterhalten, können Firmen die benötigte Prozessorleistung oder Speicherkapazität über das Internet mieten – etwa Datenbanken oder Software. Die Vorteile liegen vor allem in niedrigeren Kosten und einer flexibleren Anpassung an den Bedarf. Als Nachteile führen Kritiker Sicherheitsrisiken und Verzögerungen bei Leitungsengpässen im Netz an.


Zunehmende mobile Internet-Nutzung
Mit der strategischen Ausrichtung auf das Cloud Computing reagiert Microsoft auch auf die zunehmende Internet-Nutzung mit mobilen Geräten – bei diesen Smartphones aber gibt nicht Windows, sondern die Konkurrenz den Ton an. Die Cloud-Plattform Windows Azure bediene alle mobilen Geräte, auch solche mit dem Google-Betriebssystem Android oder das iPhone, sagte Microsoft-Manager Jamin Spitzer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Ähnlich wie bei den mobilen Apps für Mobiltelefone erwartet Spitzer auch auf dem PC einen verstärkten Trend zu Anwendungen, die auf Datendienste im Netz zugreifen.


Service-Pack für Windows 7 angekündigt
Dabei will sich Windows weiter als dominierende Plattform behaupten. Für das erste Quartal 2011 ist ein «Service Pack 1», also ein umfassendes Zwischenupdate, zum aktuellen Betriebssystem Windows 7 angekündigt. Zur Zeit danach hüllt sich Microsoft in Schweigen. Das Windows-Entwicklerteam, so ist zu hören, arbeitet aber bereits am Code für den Nachfolger von Windows 7.


TechEd mit 7500 Teilnehmer aus 74 Ländern 
Zu der Entwicklerkonferenz TechEd (8. bis 12. November) haben sich rund 7500 Teilnehmer aus 74 Ländern angemeldet. Schwerpunkte sind neben dem Cloud Computing die Entwicklung von Anwendungen für Windows und das neue Handy-Betriebssystem Windows Phone 7, Büro-Software und die Zusammenarbeit im Firmennetzwerk, Web-Technologien sowie die Virtualisierung von Computern. Ein Diskussionsforum widmet sich der Rolle von Frauen in der Informationstechnik. In einer die Konferenz begleitenden Messe präsentieren mehr als 100 Aussteller ihre Angebote und Lösungen rund um die Microsoft-Plattform. (awp/mc/ps/20)

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