Microsoft will Suchmaschinen-Spezialisten Fast Search and Transfer übernehmen

Bedeutende Aktionäre sowie der Verwaltungsrat der Norweger hätten der Übernahme bereits zugestimmt, hiess es. Bis zum zweiten Quartal will Microsoft das Geschäft über die Bühne bringen.


Durchforstung firmeneigener Datenbanken
Fast Search and Transfer entwickelt Suchmaschinen für den Einsatz in Unternehmen. Zu den Kunden zählen unter anderem BASF, Bayer und Walt Disney . Mit der Fast-Technologie lassen sich firmeneigene Datenbanken durchforsten. In den ersten neun Monaten kamen die Norweger auf einen Umsatz von 119 Millionen und machten dabei einen Verlust von 125 Millionen Dollar. Fast wurde 1997 gegründet und beschäftigt gut 500 Mitarbeiter.


Seine Web-Suchmaschine hatte Fast im Jahr 2003 an Overture verkauft, die wiederum vom Internetkonzern Yahoo! geschluckt wurde, dem heute neben Google schärfsten Rivalen von Microsoft im Online-Geschäft. Zweite Baustelle von Microsoft ist Unternehmens-Software: Hierbei trifft der durch das Betriebssystem Windows gross gewordene Konzern auf den Platzhirschen SAP . Allerdings hat sich Microsoft anders als SAP auf mittelständische Unternehmen spezialisiert. Seit kurzem beackert jedoch auch SAP diesen Markt, der traditionell von kleineren Software-Herstellern wie der britischen Sage bedient wird.


35 % der Aktien auf sicher
Microsoft bietet 19 norwegische Kronen (2,41 Euro) je Fast-Aktie, was einen Aufschlag von 42 Prozent auf den Schlusskurs vom letzten Handelstag darstellt. Nach Angaben des Konzerns aus Redmond haben bereits einige Grossaktionäre ihre Anteile unwiderruflich angedient, darunter die beiden grössten Anteilseigner Orkla ASA und Hermes Focus Asset Management Europe. Insgesamt hat Microsoft 35 Prozent der Aktien sicher. Um die Übernahme erfolgreich abzuschliessen, muss Microsoft 90 Prozent der Anteile einsammeln. (awp/mc/pg)

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