Mobiliar: Deutlich mehr Gewinn im Halbjahr

Das Ergebnis des Lebengeschäfts stieg von 25,0 auf 42,3 Mio CHF, wie die genossenschaftlich organisierte Versicherung am Donnerstag mitteilte.


Unverminderter Preiskampf
Auch unter den negativen konjunkturellen Vorzeichen sei in der Assekuranzbranche der Kampf auf der Preisebene unvermindert hoch geblieben, so die Mobiliar. Dies nicht zuletzt, weil bis Mitte Jahr das Schadengeschehen allgemein günstig verlaufen sei. Lediglich einzelne grössere Motorfahrzeug-Haftpflichtschäden sowie Elementarschäden in den Monaten April und Mai hätten die Belastung gegenüber den Vorjahreswerten leicht ansteigen lassen, was auch die Combined Ratio von 94,2% (Vorjahr 92,5%) zeige.


Massive Hagelschäden
Das Hagelereignis Ende Juli habe der Versicherungswirtschaft inzwischen aber massive Schäden beschert. Die Mobiliar beziffert ihren Gesamtschaden auf über 60 Mio CHF, die Schäden allein an Motorfahrzeugen erreichten eine Grössenordnung von 50 Mio CHF. Das Prämienvolumen im Nicht-Lebengeschäft stieg um 2,9% auf 1,42 Mrd CHF und damit viermal so stark wie das durchschnittliche Marktwachstum von 0,7%, wie es heisst. Deutliches Wachstum hätten die Haushalt-, Motorfahrzeug-, Betriebs- und Rechtsschutzversicherungen verzeichnet.


Lebensgeschäft: Prämieneinnahmen steigen um 2,1 Prozent
Im Lebensversicherungsgeschäft konnte die Mobiliar das Prämienvolumen um 2,1% auf 552,5 Mio CHF steigern (Gesamtmarkt -3,1%). Das Ergebnis aus Kapitalanlagen sei «markant besser» ausgefallen als im Vorjahr, heisst es dazu. Demzufolge seien den Kollektivkunden höhere Überschüsse gutgeschrieben worden, was zu einem Rückgang im technischen Ergebnis geführt habe.


Ergebnis Finanzanlagen «bedeutend über Vorjahr»
Die Finanzanlagen lieferten laut Mitteilung nach einem schwierigen Start Anfang Jahr ein Ergebnis, das «bedeutend über dem Vorjahr» liegt. Die Resultatverbesserung sei vor allem auf tiefere Abschreibungen zurückzuführen. Die Kapitalanlagen von 11,44 Mrd CHF bestehen zu 7,14 Mrd aus festverzinslichen Wertschriften. Das finanzielle Ergebnis entspreche einer Performance von 1,75% (Vorjahr -2,20%) und einer Anlagerendite von 1,25% (Vorjahr 0,35%).


Eigenkapital gestärkt
Das Semesterergebnis sowie der Anstieg bei den Neubewertungsreserven stärkten das Eigenkapital. Es erhöhte sich den Angaben zufolge im Vergleich zu Ende 2008 um 106,5 Mio auf 2,6 Mrd CHF. Die Solvenzanforderungen (Solvenz I) der Finanzmarktaufsicht Finma erfüllt die Mobiliar per Mitte 2009 zu 453%. 


CEO Urs Berger übernimmt VR-Präsidium
Bei der Mobiliar kommt es im Frühjahr 2011 zum Generationenwechsel. Verwaltungsratspräsident Albert Lauper soll dann vom jetzigen Geschäftsführer Urs Berger abgelöst werden, wie die Genossenschaft weiter mitteilte. Der Wechsel komme aufgrund der Altersstruktur der Leitungsorgane zustande und werde bereits frühzeitig eingeleitet, hiess es weiter.


Lauper tritt nach 45 Jahren bei Mobiliar zurück
Lauper tritt auf die Delegiertenversammlung im Frühjahr 2010 nach 45 Jahren bei der Mobilar zurück. Der Verwaltungsrat beschloss, den Delegierten Berger als Nachfolger vorzuschlagen. Der 67-jährige Lauper präsidiert den Verwaltungsrat seit 2003. Der 58-jährige Berger trat im selben Jahr als Konzernchef ein. Wie bei der Mobiliar-Medienstelle zu erfahren war, tritt er mit der Wahl zum Verwaltungsratspräsidenten als operativer Leiter zurück.&(awp/mc/ps/16)

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