MPC lässt nach Ergebniseinbruch Dividende auf Vorjahrniveau

„Die Nachfrage nach renditestarken Produkten ist da, aber die Einkaufssituation für qualitativ hochwertige Fondsprodukte ist für MPC in Segmenten wie dem Immobilienbereich schwieriger geworden“, begründete ein Sprecher den Ergebnisschwund im vergangenen Jahr.


17 Prozent weniger Überschuss
Wie die MPC Capital AG überraschend bekannt gab, sackte der Überschuss um 17 Prozent auf 43,48 Millionen Euro. Der Fondsanbieter hatte im November 40 bis 43 Millionen Euro prognostiziert. 2006 dürfte der Überschuss auf 36 bis 39 Millionen Euro sinken, hiess es weiter. MPC begründete dies auch mit Investitionen in die Unternehmensentwicklung. Wie der Sprecher erläuterte, handelt es sich dabei um Personalkosten. Vor allem im Vertrieb wolle MPC neue Arbeitsplätze schaffen.


Analystenerwartungen verfehlt
Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz nach den Angaben „erwartungsgemäss“ um 20 Prozent auf 191,32 Millionen Euro. Laut Marktbeob achtern verfehlte der Fondsanbieter damit Analystenerwartungen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach ebenfalls um 20 Prozent weg. Es sank auf 57,76 Millionen Euro. Dies hatten Analysten Marktbeobachtern zufolge in etwa erwartet.


Schroeder trotzdem zufrieden
MPC-Chef Axel Schroeder zeigte sich trotz der Ergebniseinbrüche zufrieden. „Neben dem zweitbesten Ergebnis wird das Jahr 2005 für uns vor allem als das Jahr der Neuentwicklungen in die Firmengeschichte eingehen, sagte er. Ungeachtet der deutlich geschrumpften Ergebnisse will MPC seinen Aktionären für 2005 wie im Jahr zuvor 4,00 Euro je Aktie ausschütten. Ursprünglich hatte der Fondsanbieter 3,50 bis 4,00 Euro je Titel angestrebt.


Immobilienfonds grösste Produktegruppe
Für das neue Geschäftsjahr rechnen die Hamburger damit, Eigenkapital in einer Grössenordnung von 950 Millionen bis 1 Milliarde Euro zu platzieren. 2005 hatte MPC wie bereits gemeldet 974 Millionen Euro platziert. Dies wäre ein Gewinn von 3,40 bis 3,68 Euro je Aktie (2005: 4,10 Euro je Aktie). Im abgelaufenen Jahr blieben die Immobilienfonds mit einem eingeworbenen Eigenkapital von 409 Millionen Euro (-17 %) laut MPC die grösste Produktgruppe. Ihr Umsatzanteil sank auf 31 (Vorjahr: 44) Prozent.


Schiffsbeteiligungen: Umsatz stagniert
Im Segment Schiffsbeteiligungen wurden 310 Millionen Euro Eigenkapital platziert (-22%). Hier stagnierte der Umsatzanteil bei 42 Prozent. Die Lebensversicherungsfonds bildeten mit einem platzierten Eigenkapital von 118 Millionen Euro (-17%) die dritte Säule des Geschäfts. Diese Produktgruppe erwirtschaftete 13 (Vorjahr: 12) Prozent der Erlöse. Die 2005 eingeführte Produktlinie der strukturierten Produkte (Hedgefonds-Anleihe) steuerte ein Prozent zu den Gesamterlösen bei. Der Anteil des ausserhalb Deutschlands erzielten Umsatzes stieg von 10 auf 11 Prozent. (awp/mc/pg)

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