Ölindustrie droht Personalengpass

von Gérard Al-Fil


 


Der Rohstoff Personal wird offenbar knapp für die Ölindustrie. Bis zum Jahr 2010 soll nach Angaben der Independent Petroleum Association of America (IPAA) 40% des Senior Managements weltweit altersbedingt ausscheiden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) liegt das Durchschnittsalter in der Petroindustrie bei 48 Jahren. Angesichts neuer Projekte in zweistelliger Milliardenhöhe droht den Förderunternehmen ein Engpass.


 


Saudi-Arabien lockt mit MIllionengehältern


Das Königreich Saudi-Arabien, das über die grössten bekannten Erdölreserven verfügt und jeden Tag 11 Millionen Fass des «schwarzen Goldes» auf den Markt pumpt, wird laut IPAA am stärksten betroffen sein. Schon lockt die weltgrösste Erdölfördergesellschaft Ölkonzern Saudi-Aramco erfahrene Geologen und Ingenieure mit Jahresgehältern von bis zu einer Million Dollar inklusive Target-Bonus. Bis 2020 will Aramco seine Produktionskapazität auf 15 Millionen Barrel pro Tag ausweiten. Zu diesem Zweck sollen 18 Milliarden Dollar in den Ausbau neuer Förderanlagen investiert werden. Dabei sank nach Angaben der IPAA seit Ende der 1980er Jahre die Zahl der ausgebildeten Geologen um 70%. 

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