Ölpreis hält sich über Marke von 133 Dollar

Im Nachmittagshandel kosteten 159 Liter Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Juli 133,40 Dollar und damit 1,21 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Trotz des US-Feiertags an diesem Montag läuft der elektronische Handel weiter. Der WTI-Ölpreis hatte am Donnerstag ein neues Rekordhoch bei 135,09 Dollar erreicht. Auch an der Börse in London ist der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent wieder gestiegen. Am Mittag kostete ein Barrel hier 131,97 Dollar und damit 1,46 Dollar mehr als am Freitag. Der Rekord liegt hier bei 135,14 Dollar.


Anhaltender Aufwärtsdruck in Richtung 150 Dollar
Überraschend ist aus Sicht von Commerzbank-Experte Eugen Weinberg, dass der starke Anstieg des Ölpreises in jüngster Zeit vom Abbau der spekulativen Positionen begleitet worden sei. Das Engagement befinde sich auf einem neutralen Niveau. Dies könnte auch einen weiteren Preisanstieg unterstützen. Weinberg rechnet für die nächsten Wochen mit einem anhaltenden Aufwärtsdruck bei Rohöl in Richtung 150 Dollar je Barrel. Der Anstieg sei aber nicht nachhaltig. Insbesondere reiche die kurzfristige Entwicklung, die zuletzt als Anlass für den Preisanstieg galten, nicht aus, um das Tempo und das Ausmass der Hausse zu erklären. Die Ölpreise hatten in der vergangenen Woche Rekorde gleich in Serie aufgestellt.


US-Reisesaison beginnt
Im Blick steht laut Händlern auch die beginnende Reisesaison in den USA. Mit diesem verlängerten Wochenende startet in den USA traditionell die Hauptreisezeit. Dann ist der Bedarf an Benzin besonders hoch. Anzeichen über mögliche Knappheiten könnten auch den Ölpreis wieder kräftig in die Höhe treiben. Die Ölmärkte blieben weiterhin für eine ganze Reihe von Faktoren anfällig. Neben spekulativem Interesse an diesem Markt hatten zuletzt unter anderem auch die Dollar-Schwäche sowie geopolitische Spannungen den Ölpreis in die Höhe getrieben. Darüber hinaus hatte die OPEC keine Signale für eine mögliche Förderausweitung geliefert.


Auch OPEC-Öl leicht günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) entfernte sich unterdessen etwas von seinem Rekordhoch. Nach Angaben des OPEC-Sekretariat vom Montag kostete ein Barrel Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Freitag 126,37 Dollar. Das waren 1,22 Dollar weniger als am Donnerstag, als der Korbpreis einen historischen Höchststand von 127,59 Dollar erreicht hatte. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf der Basis von 13 Sorten der Organisation. (awp/mc/ps)

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