Ölpreis verharrt über 60 US-Dollar – Weiterhin Skepsis über OPEC-Kürzung

Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember kostete am späten Mittag 60,54 US-Dollar und damit 71 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte um 1,07 Dollar auf 60,66 Dollar.

Enttäuschende US-Lagerbestandsdaten
Die Preissteigerungen wurden von Experten überwiegend mit enttäuschenden US-Lagerbestandsdaten vom Vortag erklärt. Am Mittwoch waren die US-Lagerbestände an Destillaten und Benzin stärker als erwartet gefallen, während die Rohölbestände überraschend schwach anstiegen. Die Daten hätten den Preisverfall bei Rohöl zwischenzeitlichen gestoppt, sagte Citigroup-Analyst Tim Evans. Die Lagerbestandszahlen hätten für Preisbewegungen gesorgt, bevor die von der Organisation Erdöl exportierdener Länder (OPEC) beschlossene Produktionskürzung auf den Markt habe durchschlagen können.

Skepsis über OPEC-Förderkürzung
Am Markt herrscht indes weiterhin Skepsis, ob alle OPEC-Mitglieder die Kürzung der Fördermengen um insgesamt 1,2 Millionen Barrel pro Tag tatsächlich umsetzen. Katars Ölminister Abdullah Al-Attiyah zeigte sich am Mittwoch zuversichtlich, dass die Kürzungen umgesetzt werden. OPEC-Präsident Edmund Daukor warnte vor zu niedrigen Öl-Preisen, da diese die OPEC-Mitglieder zu weiteren Produktionskürzungen veranlassen könnten.

Preis für OPEC-Rohöl tiefer
Unterdessen ist der Preis für OPEC-Rohöl gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch 55,18 US-Dollar und damit 46 Cent weniger als am Dienstag. Der Korbpreis der OPEC wird aus elf wichtigen Sorten des Kartells berechnet. (awp/mc/ar)

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