Ölpreise nach Angebotssorgen leicht gestiegen

Bis zum Mittag gaben die Ölpreise einen Grossteil ihrer Gewinne aber wieder ab und notierten nur leicht im Plus. Ein Barrel WTI kostete 113,96 USD und damit 19 Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Brent-Rohöl wurde mit 112,83 USD gehandelt. Das waren 28 Cent mehr als zum Wochenausklang.


Geopolitische Unsicherheiten
Die Commerzbank führt die leicht festere Tendenz der Ölpreise unter anderem auf die nach wie vor angespannte Lage in Georgien zurück. Sowohl per Bahn als auch per Pipelines sei die Ölversorgung durch das asiatische Land infolge der Spannungen mit Russland derzeit stark beeinträchtigt. Zudem hätten neuerliche Konflikte im ölreichen afrikanischen Staat Nigeria abermals die Risiken für die Produktion im weltweit achtgrössten Förderland vor Augen geführt.


Tropensturm «Fay» als Preistreiber
Unterstützung hätten die Ölpreise zudem von dem Tropensturm «Fay» erhalten, der als dritter Sturm der Hurrikan-Saison erneut die Förderung im Golf von Mexiko bedrohe. Da aber die Nachfrageschwäche weiterhin im Fokus der Märkte stehe, könnten die Ölpreise nach einem kurzen Anstieg erneut unter Druck geraten. Ein ähnliches Muster sei bei den beiden vorangegangenen Tropenstürmen dieser Saison zu beobachten gewesen, unterstreicht die Commerzbank.


OPEC-Öl günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen deutlich gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag 107,88 USD. Das waren genau 3 USD weniger als ein Tag zuvor. Die OPEC berechnet den täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ps/23)

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