Ölpreise nach Lagerdaten wieder im Höhenflug

Im Nachmittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 71,35 US-Dollar und damit 42 Cent mehr als am Vortag. An der Rohstoffbörse in London verteuerte sich das Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November um 27 Cent auf 70,13 Dollar.


Lagerbestände um 4,7 Mio. Barrel gesunken
Unmittelbar nach der Veröffentlichung der neusten Daten zu den amerikanischen Ölreserven sprang der US-Ölpreis zeitweise auf ein Tageshoch bei 71,73 Dollar. In der grössten Volkswirtschaft der Welt sind die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche laut US-Energieministerium um 4,7 Millionen Barrel auf 332,8 Millionen Barrel gesunken. Ein Rückgang der Ölreserven deutet laut Experten auf eine steigende Nachfrage hin.


Neuer Konjunkturoptimismus
Bereits seit Beginn der Woche brachte ein neuer Konjunkturoptimismus der Anleger Schwung in den Handel an den Ölmärkten. Der Preis für US-Rohöl stieg schnell von etwa 68 Dollar über die Marke von 70 Dollar. Vor allem Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke hätten die Hoffnung auf eine Erholung der amerikanischen Wirtschaft angeheizt, sagten Händler. Bernanke hatte das Ende der Rezession in den Vereinigten Staaten am Dienstag als «sehr wahrscheinlich» bezeichnet.


Nachfrage in den USA weiter verhalten
Rohstoffexperten der Commerzbank verwiesen aber darauf, dass die Nachfrage nach Rohöl in den USA nach wie vor verhalten sei. Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sei in der jüngsten Einschätzung zum Schluss gekommen, dass die Nachfrage nach Rohöl auch im kommenden Jahr eher sinken werde, hiess es von den Commerzbank-Fachleuten.


OPEC-Rohölpreis gestiegen
Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 66,95 US-Dollar. Das waren 48 Cent mehr als am Montag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg/20)

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