Pellegrini löst obersten Swissair-Ermittler Christian Weber ab

Pellegrini tritt sein Amt im Herbst an. Er gehört der Abteilung für Wirtschaftsdelikte seit neun Jahren an. Seit 2001 leitet er dort eine der drei grossen Abteilungen, wie die Informationsstelle des Regierungsrates mitteilte. Seit Anfang Jahr ist bekannt, dass der als Hauptankläger im Swissair-Fall bekannt gewordene Christian Weber per März 2009 vorzeitig in Pension geht.


Kein Fahrplanwechsel
Nun erfolgt der Wechsel bereits per 1. November. Das sei keine Änderung des Fahrplans, sagte Andreas Brunner, Leitender Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich auf Anfrage, sondern eine Folge der Überzeiten-Kompensation.


Neuorganisation: Effizientere und kürzere Verfahren
Pellegrini steht laut Brunner für die laufende Neuorganisation der «Schlüsselstaatsanwaltschaft». Er leitet seit Herbst 2007 das entsprechende Reorganisationsprojekt (Quo Vadis). Dessen Umsetzung bis Ende Jahr sieht Pellegrini denn auch als eine erste Hauptaufgabe als neuer Chef. Hauptziel seien effizientere und kürzere Verfahren vor allem bei den grossen Wirtschaftsfällen. Aus dem Mammutverfahren zur Swissair-Pleite wolle man Lehren ziehen, sagte der in Zürich aufgewachsene verheiratete Vater eines Kindes gegenüber der SDA.


Swissair-Prozess: Kritik an Weber
Weber war im Zusammenhang mit dem Swissair-Prozess vom letzten Jahr in Kritik geraten, weil die mehrjährige Swissair-Untersuchung mit über 4’000 Bundesordnern letztlich zu Freisprüchen auf der ganzen Linie führten. (awp/mc/pg)

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