PostFinance: Chef sieht ohne Banklizenz Gewinne der Post schwinden

In Zukunft werde der Gewinnbeitrag der PostFinance wegen der Liberalisierung für die Post noch wichtiger. Schon heute steuert der lukrative Geschäftsbereich den grössten Anteil zum Gewinn der Post bei. «Die Politik kann nicht den Fünfer und das Weggli bekommen», sagte Bucher im Interview mit der «Handelszeitung» vom Mittwoch.


«Eigentümerinteressen mitgewichten»
Das Gewinnpotenzial der PostFinance stiege um einen grösseren zweistelligen Millionenbetrag, wenn sie ihre Marge nicht länger mit ihren Partnern teilen müsste, sagte Bucher. Zurzeit arbeitet das Post-Institut im Hypothekarmarkt mit der UBS und der Münchener Hypothekenbank zusammen. Er hoffe, dass der Bund «die Eigentümerinteressen mitgewichtet», sagte der PostFinance-Chef. Mit einem Entscheid der Parlaments zu einer allfälligen Lizenz rechnet Bucher nicht vor Ende 2009.


Banklizenz statt Staatsgarantie
Die PostFinance will auf eine Staatsgarantie verzichten, falls sie die Banklizenz erhält. Die Konkurrenz kritisierte jedoch, mit dem Bund als Mehrheitseigner hätte PostFinance faktisch dennoch eine solche Garantie. Dieses Argument lässt Bucher nicht gelten: Es sei «klar, dass sämtliche Banken explizit oder implizit über eine Staatsgarantie verfügen». PostFinance habe aber ohnehin eine sehr komfortable Eigenkapitaldecke, um für Ausfälle zu haften. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.