PSP steigert Gewinn im ersten Halbjahr

Giacomo Balzarini
Giacomo Balzarini, CEO PSP Swiss Property. (Foto: PSP/mc)

Zug – Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property hat im ersten Halbjahr 2018 den Gewinn gesteigert und auch bei der Vermietung Fortschritte gemacht. Der Ausblick auf das Gesamtjahr ist insbesondere mit Blick auf den Leerstand nach dem Verkauf einer Liegenschaft in Genf positiver.

Der Liegenschaftsertrag stieg um 1,7 Prozent auf 138,7 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Betriebsgewinn (Stufe EBITDA) legte unter Ausklammerung der Liegenschaftserfolge um 2,8 Prozent auf 117,7 Millionen zu und der entsprechende Reingewinn um 6,8 Prozent auf 85,6 Millionen. Insbesondere dank starker Vermietungserfolge in den Projekten stieg der Neubewertungserfolg deutlich an und vervielfachte sich mit 91,5 Millionen nach 17,7 Millionen im Vorjahr.

Leerstand sinkt weiter, Projekte im Plan
Der durchschnittliche Leerstand im Immobilienportfolio nahm im Vorjahresvergleich ab und lag am Bilanzstichtag bei 6,8 Prozent. Dies nach 8,5 Prozent per Ende März 2018 und 8,7 Prozent per Ende Juni 2017. Zudem sind laut Firmenangaben von den 2018 auslaufenden Mietverträgen bereits 87 Prozent erneuert worden. CEO Giacomo Balzarini gab sich zudem an einer Telefonkonferenz zuversichtlich, dass sich das Mietniveau über das gesamte Portfolio stabilisieren wird.

„Grosspeter Tower“ fast voll vermietet
Auch bei den Neuvermietungen kommt PSP gut voran. Der Neubau „Grosspeter Tower“ in Basel war per Mitte 2018 bereits zu zwei Dritteln vermietet. Kürzlich wurden die Migros Bank und der Co-Working-Anbieter Spaces als neue Mieter akquiriert. Damit sei das Gebäude fast voll vermietet, hiess es.

Derweil wurde das von Edmond de Rothschild erworbene Portfolio bereits im ersten Quartal integriert und passe strategisch „bestens“. Damit werde die Stellung insbesondere in der Westschweiz gestärkt.

Bei den laufenden Entwicklungsprojekten seien insbesondere die bereits abgeschlossenen Vorvermietungen erfreulich. Erfolgswirksam werden die ersten Projektentwicklungen allerdings erst ab dem Geschäftsjahr 2020. Einzig beim Wohnprojekt „Residenza Parco Lago“ in Paradiso, wo alle Wohnungen zum Verkauf stehen, werden unter Anwendung von IFRS 15 bereits im laufenden Jahr erste Verkaufserlöse erfasst. Bis zum Jahresende sollen 25 Prozent der Einheiten verkauft sein.

Neben dem Verkauf der Büroliegenschaft in Genf für 55 Millionen Franken Ende Juni steht PSP auch mit der Liegenschaft an der Bernerstrasse Süd in Zürich sowie dem Entwicklungsprojekt „Bahnhofareal“ in Rheinfelden kurz vor dem Verkauf.

Ausblick positiver
Die Guidance für das Gesamtjahr wird zudem konkretisiert bzw. etwas angehoben. Es wird neu ein EBITDA ohne Neubewertungserfolg von 240 Millionen Franken erwartet, bislang hatte PSP über 235 Millionen angestrebt. Zudem wird die erwartete Leerstandsquote per Ende Jahr nochmals gesenkt und soll nun bei unter 6 Prozent liegen, nachdem zuvor ein Wert von 7,5 Prozent prognostiziert worden war. Für eine weiterführende Prognose ist es laut CEO Balzarini noch zu früh. „Wir streben aber weitere Verbesserungen an“. Auch wenn einige Mietverträge in den nächsten Jahren auslaufen und auch Renovationen anstehen, sollte der Leerstand nicht deutlich steigen.

Das erwartete Wirtschafswachstum dürfte sich positiv auf die Nachfrage nach Büroflächen auswirken – zumindest an zentralen Lagen, hiess es weiter. Auch für Ladenlokale seien die Aussichten an zentralen Standorten besser als in Randregionen. Der Akquisitionsmarkt für Geschäftsliegenschaften werde wohl hart umkämpft bleiben. Insgesamt seien Lage und Qualität weiterhin die wichtigsten Argumente für eine Immobilie.

An der Börse stieg die Aktie bis Börsenschluss um 1,6 Prozent auf 94,25 Franken. Analysten waren mit den Zahlen überwiegend zufrieden. (awp/mc/upd/pg)

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