PUMA bleibt Ergebnisprognose trotz besserem 2. Quartal schuldig

Dies erklärte Vorstandschef Jochen Zeitz am Donnerstag in Herzogenaurach. PUMA will zudem weiterhin kräftig in das Marketing investieren, was sich auf die operative Marge auswirken dürfte. Eine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr blieb der Konzern weiterhin schuldig. Zwar soll der Umsatz auf währungsbereinigter Basis nach wie vor einstellig steigen. Was aber am Ende beim Ergebnis hängen bleibe, sei schwer abzuschätzen, sagte Zeitz. Das fränkische Unternehmen, das vormals ein operatives Ergebnis über Vorjahr in Aussicht gestellt hatte, hatte diese Aussage nach einem schwachen ersten Quartal im Mai zurückgezogen.


Zweites Quartal überrascht positiv
Im zweiten Quartal konnte das vom französischen Luxusgüterkonzern PPR kontrollierte Unternehmen positiv überraschen. Der Konzerngewinn nach Minderheiten stagnierte zwar annähernd bei 45,6 (Vorjahr: 45,2) Millionen Euro. Analysten hatten allerdings angesichts der hohen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Fussball-Europameisterschaft und des schwierigen US-Geschäfts mit einem Rückgang gerechnet. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 2,1 Prozent auf 62,3 Millionen Euro zu. Der Umsatz wuchs dank der EM um 6,3 Prozent auf 576,8 Millionen Euro. Das Fussball-Geschäft habe ein «starkes zweistellig Wachstum» erzielt, sagte Zeitz ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die im MDAX notierte Aktie legte um 1,56 Prozent auf 226,80 Euro zu.


Position als Nr. 3 im Fussball gefestigt
PUMA hatte wie die beiden grösseren Konkurrenten Nike und adidas jeweils fünf Teams bei der EM am Start und hat eigenen Angaben zufolge seine Position als Nummer drei im Fussball weiter festigen können. Bei den noch diese Woche startenden olympischen Spielen in Peking rüstet PUMA 16 Mannschaften aus und hofft dabei auf gute Ergebnisse der Läufer aus Jamaika und Marokko sowie der Weit- und Hochspringer aus Schweden.


Stabile Entwicklung in den USA
Der Konsumschwäche zum Trotz konnte PUMA im zweiten Quartal den Umsatz in den USA nahezu stabil halten. Nach starken Einbrüchen in den vergangenen Quartalen belief sich der Rückgang für die Monate April bis Juni auf 0,9 Prozent. Im ersten Quartal hatte der Konzern noch ein Umsatzminus von 14 Prozent gemeldet. Seit die Schuhkette Foot Locker in die Krise gerutscht war und deswegen Läden schliessen und Lagerbestände abbauen muss, leiden alle Sportartikelhersteller unter der Situation.


Mit Foot Locker mache PUMA weiterhin Geschäfte, aber auf einem niedrigeren Niveau, sagte Zeitz. Wie sich allerdings das wichtige dritte Quartal und der vierte Jahresabschnitt in den USA entwickeln würden, sei noch nicht absehbar. Die US-Auftragsbestände, die Experten als Indikator für die künftige Geschäftsentwicklung heran ziehen, seien negativ ausgefallen. (awp/mc/pg/23)

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