Rheinhäfen: Umschlag sinkt im ersten Halbjahr um 4,1% – weniger Ölimporte

3,4 Mio Tonnen wurden unter dem Strich in den ersten sechs Monaten 2008 umgeschlagen, wie die Schweizerischen Rheinhäfen mitteilten. Der Rückgang um 4,1% sei allein den Importen zuzuschreiben, die um 8,0% nachliessen. Die Exporte legten derweil um 20% auf 594’541 Tonnen zu.


Ölimporte um 18,5 % gesunken
Mineralölprodukte machen knapp 37% des Güterumschlags aus. Entsprechend schlagen Nachfragebaissen wegen hohen Preisen durch: Im ersten Semester sanken die Ölimporte um 18,5%. Nach Preissenkungen erwarten die Rheinhäfen im zweiten Semester «deutlich grössere Mengen» von Heizöl per Schiff.


Benzin-Importe: Konkurrenz durch die Bahn steigt
Beim Benzin-Import spüren die Häfen zunehmend die Bahn-Konkurrenz, wie es weiter hiess. Insgesamt jedoch seien die Aussichten für die flüssigen Treib- und Brennstoffe positiv. Wohl bis Ende Jahr unter den Rekord-Vorjahreszahlen bleiben sollen indes die Importe fester mineralischer Brennstoffe, vor allem Kohle.


Von grosser Stahl-Nachfrage profitiert
Die Häfen profitierten auch von der grossen Stahl-Nachfrage. Trotz weiter gestiegenen Preisen sanken die Metall-Importe nur um 5,4% auf 434’648 Tonnen. Die Einfuhr chemischer Produkte blieb mit insgesamt 327’408 Tonnen (-3,1%) fast auf dem hohen Niveau des Vorjahressemesters. Dafür legten Chemieexporte zu.


Beim Containerverkehr wurde der Rekord der Vorjahresperiode mit 49’317 umgeschlagenen TEU-Einheiten (+0,8%) zwar knapp übertroffen. Doch nach einem ersten Quartal mit einem Plus von 18% folgte ein schwaches zweites. Zu berücksichtigen sei dabei, dass das Vorjahr für Container sehr gut gewesen sei. (awp/mc/pg/24)

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