Roche verzichtet auf Bürohochhaus in geplanter Form

Dies teilte Roche am Montag mit. Zudem würde das Unterhalts- und Betriebskonzept der geplanten Gebäudekonstruktion, welche von den Basler Architekten Herzog & De Meuron entworfen wurde, sehr aufwendig. Roche beabsichtigt weiterhin, die über 1700 Arbeitsplätze ausserhalb des Roche-Areals am Hauptsitz zusammenzuführen und wird nun ein entsprechendes Alternativprojekt vorbereiten. Der bestehende Zeitplan sollte dennoch eingehalten werden können.


«Entscheid nicht leicht gefallen»
«Dieser Entscheid ist uns nicht leicht gefallen», lässt sich Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident der  Roche-Gruppe in der Mitteilung zitieren. Jedes unserer Vorhaben müsse aber letztlich auch einer umfassenden betriebswirtschaftlichen Analyse standhalten. Dies ändere nichts daran, dass die professionelle  Entwicklungsarbeit aller, die an der Planung des Gebäudes beteiligt waren, grosse Anerkennung verdiene, so der Roche-VRP weiter.


Bürohochhaus rein technisch machbar
Severin Schwan, CEO der Roche-Gruppe, ergänzt: «»Auf Grund der intensiven Auseinandersetzung mit dem Projekt kamen wir zum Schluss, dass das Bürohochhaus zwar technisch machbar ist, aber nicht alle unsere Funktionalitätsansprüche erfüllen kann. Die vielfältigen Erfahrungen der Teams werden nun in die Planung des Alternativprojekts einfliessen».


Zu grosse Konzessionen
Die eigentliche Baueingabe für das Hochhaus war für das zweite Quartal 2009 vorgesehen. In Anbetracht der Dimension des Projekts hatte Roche bewusst sehr früh im Planungsprozess – im Herbst 2006 – Mitarbeitende, Nachbarn, die Stadt Basel und weitere interessierte Kreise über den Bau orientiert. Im Verlaufe der Entwicklungsarbeit zeigte sich, dass mit dem geplanten Konzept wichtige Anforderungen nicht erfüllbar sind. So hätte beispielsweise auf die Realisierung eines grossen, 500plätzigen Auditoriums und mehrerer zentraler Sitzungszimmer verzichtet werden müssen.


Architektonischen Erbe
Roche wird jetzt ein alternatives Konzept erarbeiten. Es bleibt weiterhin das Ziel, neben den funktionalen Ansprüchen auch das architektonische Erbe von Roche in Basel fortzuführen. Seit der Gründung des Unternehmens ist die Architektur von Roche in Basel Ausdruck der mittlerweile 112jährigen Firmenkultur.


Zur Arealentwicklung bei Roche
Die laufende Arealentwicklung von Roche Basel folgt wie bisher einem Planungsinstrument, das ein Höchstmass an Flexibilität gewährleistet und es damit erlaubt, sich den kontinuierlich ändernden Bedürfnissen des Unternehmens anzupassen. Das Konzept sieht vor, südlich der Grenzacherstrasse vorwiegend die Konzern- und globalen Funktionen und nördlich davon hauptsächlich die infrastrukturintensiven Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionseinheiten anzusiedeln. Bei sämtlichen Neubauten legt Roche neben den betrieblichen Erfordernissen grossen Wert auf die Kontinuität ihrer qualitativ hoch stehenden und bekannten Industriearchitektur. (roche/mc/ps)

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