RWE: Chef Roels zu vorzeitigem Rückzug bereit

Am Montag hätten sich Roels, dessen Vertrag noch bis Ende Januar 2008 läuft, und der RWE-Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Fischer mit dem zum 1. November in den Vorstand einrückenden künftigen RWE-Chef Jürgen Grossmann getroffen, berichtet die Zeitung am Mittwoch. Dabei soll der Niederländer nach Informationen aus dem RWE-Eigentümerkreis noch einmal seinen vorzeitigen Rückzug mit dann fälliger Vertragsauszahlung angeboten haben.


Fischer unter Druck
Damit setzt Harry Roels dem Bericht zufolge Fischer unter Druck. Denn der hatte dieses Angebot schon im Frühjahr nach der Bestellung von Grossmann im Aufsichtsrat nicht durchsetzen können. Grund dafür sollen die nicht kommunizierbaren Ansprüche aus dem noch bis Ende Januar laufenden Vertrag sein.


Verkleinerung der Konzernzentrale
Grossmann soll am Montag mit seinen künftigen Vorstandskollegen gesprochen haben. Dort sei über eine Verkleinerung der Konzernzentrale gesprochen worden. Andererseits soll Grossmann erwägen, die für den Vertrieb zuständige RWE Energy in Dortmund mit derzeit rund 500 Beschäftigten auf die RWE AG zu verschmelzen und dafür die Kompetenz in den Vertriebsgesellschaften zu stärken.


Führungswechsel bei Energy
Energy wird gegenwärtig von RWE-Vorstand Berthold Bonekamp und dessen Stellvertreter Heinz-Werner Ufer geführt. Bei der Dortmunder Regionalgesellschaft solle demnächst der frühere RWE-Justitiar Georg Müller die Leitung übernehmen als Nachfolger von Hans-Dieter Erftkämper, dessen Vertrag ausläuft, schreibt die Zeitung. (awp/m/ab)

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