Santésuisse fordert offenere Diskussion um Gesundheitskosten

Den grössten Kostenblock – 40 Prozent aller medizinischen Leistungen zu Lasten der Grundversicherung – machen laut santésuisse die Spitalkosten aus. Bei diesen müsse deshalb der Hebel angesetzt werden, forderte der Verband anlässlich seiner Generalversammlung am Freitag in Bern.


«Etatistische Ideologie»
Verbandspräsident Claude Ruey geisselte laut Redetext die «etatistische Ideologie» der Befürworter einer Einheitskasse und auch jener Kreise, die den Finger auf den Verwaltungsaufwand der Kassen legten. Erfahrungen im Ausland zeigten, dass ein Mischsystem mit staatlichen und privatwirtschaftlichen Elementen die bessere Lösung sei.


Werbung für Managed Care
Ruey nutzte die Gelegenheit, um für Managed Care und auch für die fristgerechte Umsetzung der neuen Spitalfinanzierung zu werben. Netze für die koordinierte Versorgung garantierten Innovation, Qualität und ein wirksames Management der Kosten. Ein Obligatorium für Managed Care dürfe es allerdings nicht geben.


H+ begrüsst Dialog-Angebot
Der Spitalverband H+ begrüsste das Dialog-Angebot der Kassen, wie er am Freitag schrieb. Er will seinerseits Hand bieten, zusammen mit Gesundheitsminister Didier Burkhalter nach mehrheitsfähigen Lösungen zu suchen. Gemeinsames Ziel müsse es sein, ohne Abbau von Leistungen Kosten für die Patienten einzusparen. (awp/mc/pg/22)

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