Schweizer Kantone haben Rezession gut überstanden

Für vier Kantone haben sie das Rating oder den Ausblick nach oben angepasst. Die zurückhaltenden Budgets für 2010 und die Finanzpläne für die weitere Zukunft würden allerdings anhaltende Herausforderungen signalisieren, heisst es in einer CS-Mitteilung vom Donnerstag. Die schwachen Budgets seien allerdgins auf zeitlich verzögerte Auswirkungen der Rezession und nicht auf strukturelle Probleme zurückzuführen.


Selbstfinanzierungsgrad bei 145 Prozent
Der Finanzierungsüberschuss der Kantone belief sich 2009 auf 2,4 Mrd CHF und der durchschnittliche Selbstfinanzierungsgrad lag bei 145%. Budgetiert gewesen waren dagegen ein Finanzierungsdefizit von 0,8 Mrd CHF und ein Selbstfinanzierungsgrad von 81%. Allgemein erfreuten sich die Kantone einer «weiterhin hervorragenden finanziellen Flexibilität», loben die Kreditanalysten.


Rating für Kanton Waadt herabgestuft
Die Bonitätsprofile der Kantone präsentieren sich gut und liegen zwischen «Tiefes AA» (BE, JU, NE, TI, UR) und «AAA» (AR, NW, SZ, ZG und ZH). Für den Kanton Waadt («Mittleres AA», Stabil) wurde das Rating um einen Notch heraufgestuft. Aufgrund übertroffener Budgets werden zudem die Ausblicke für Luzern («Mittleres AA») und Solothurn («Mittleres AA») auf Positiv von Stabil geändert und für den Kanton Glarus («Mittleres AA») auf Stabil von Negativ.


Volumen der Kantonsanleihen gefallen
Die an der Schweizer Börse kotierten Kantonsanleihen belaufen sich zurzeit auf 14,1 Mrd CHF. Das Volumen ist allerdings in den letzten Jahren gefallen, gegenüber 2007 entspricht der Rückgang rund 2,4 Mrd CHF. In den kommenden Jahren erwarten die CS-Analysten mit fallenden Steuereinnahmen und steigenden Budgetdefiziten allerdings wieder eine verstärkte Anleihenemission durch die Kantone. (awp/mc/ss/26)

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