Sozialversicherungen: Nach positivem 2007 verdüstert sich der Himmel

Den Angben des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV zufolge wuchsen die Einnahmen der Sozialwerke um 6,2% auf 146 Milliarden Franken und die Ausgaben um 2,6% auf 121 Mrd. Der kumulierte Rechnungssaldo stieg auf den Rekordwert von 25 Mrd CHF. 


«Soziallastquote» 2007 bei 27,5 %
Die Wirtschaft wuchs damals stärker als die Sozialversicherungsleistungen. Diese machten 2005 noch 22,3% des Bruttoinlandproduktes aus, 2007 waren es noch 21,3%. Die Einnahmen der Sozialversicherungen wuchsen 2005 bis 2007 etwa proportional zur Wirtschaft. Die «Soziallastquote», der Anteil der Sozialversicherungseinnahmen am BIP, betrug 2007 (wie schon 2005) 27,5%.


2007 Renten und andere Leistungen erhöht
Auf der Einnahmenseite erhöhten sich in Folge des starken Wirtschaftswachstums vor allem die Lohnbeiträge der Versicherten und Arbeitgeber an die Sozialversicherungen. Auf der Ausgabenseite wurden 2007 Renten und andere Leistungen erhöht.


Kapital nahm 2007 um 30,7 Mrd. Franken zu
Das Kapital aller Sozialversicherungen nahm 2007 noch um 30,7 Mrd CHF (oder 4,5%) zu, allerdings deutlich schwächer als im Vorjahr mit 6,8%.


Finanz- und Wirtschaftskrise belastet
Ab 2008 beeinträchtigte dann die Finanz- und Wirtschaftskrise die Sozialversicherungen – erst durch Wertverluste beim Finanzkapital, dann durch das Schrumpfen der Realwirtschaft. Zwar wuchsen die Beiträge jener Versicherungen, die über Lohnprozente finanziert werden (AHV/IV/EO/ALV) weiter, aber hohe Verluste auf den Finanzkapitalanlagen führten bei den meisten Versicherungen zu Defiziten, heisst es in dem Bericht.


Bei der Beruflichen Vorsorge etwa dürfte die Krise die in den Vorjahren verzeichneten Wertgewinne zu einem grossen Teil wieder zunichte machen. Die detaillierten Rechnungen aller Sozialversicherungen liegen für das Jahr 2008 allerdings noch nicht vor. (awp/mc/pg/22)

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