Springer-Aktien am unteren Ende der Preisspanne platziert

Auch Springer-Chef Mathias Döpfner verkaufte gut ein Drittel seiner Aktien. Die Pakete des Finanzinvestors und der von Döpfner kontrollierten Brilliant 310. GmbH seien für 122,00 Euro je Aktie platziert worden, teilte die Axel Springer AG am Donnerstag in Berlin mit. Der Streubesitz des Unternehmens erhöht sich so auf 25,8 Prozent. Ausserdem wurden die Aktien des Unternehmens im so genannten Prime Standard zugelassen. Dies ist Voraussetzung für eine mögliche Aufnahme in den MDAX .

Am unteren Rand der Preisspanne
Damit lag der Preis am unteren Rand der zuvor genannten Spanne von 120 bis 135 Euro. Die Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) wurde vollständig wahrgenommen. Die Transaktion dürfte inklusive Mehrzuteilungsoption gut 400 Millionen Euro in die Kasse von Hellman & Friedman spülen. Springer-Chef Döpfner dürfte für sein Aktienpaket rund 25 Millionen Euro erlösen.

Grosse Nachfrage
«Die Nachfrage nach den Aktien war gross», sagte eine Sprecherin von Springer. Eingestiegen seien vor allem Investoren aus den USA, Grossbritannien und Deutschland. Mit dem heutigen Donnersta g seien die Aktien von Springer auch im Prime Standard zum Handel zugelassen, was für eine Aufnahme in den MDAX notwendig ist. Im Prime Standard gelten strengere Vorschriften, beispielsweise bei den Quartalsberichten. Für die Aufnahme in den Index sind laut Deutscher Börse Marktkapitalisierung sowie der Börsenumsatz entscheidend. Dieser steigt für gewöhnlich, je höher der Streubesitz ist.

Axel Springer Gesellschaft für Publizistik behält Mehrheit
Zusammen hatten die Aktionäre 3,271 Millionen Aktien angeboten, die Mehrzuteilungsoption hatte bei 340.000 Aktien gelegen. Hellman und Friedman reduziert seine Anteile an Springer mit dem Verkauf von 19,4 auf 9,4 Prozent. Döpfner verkauft knapp ein Drittel seines Zwei-Prozent-Pakets. Die Mehrheit an der Axel Springer AG behält die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik (50 Prozent + 10 Aktien). Bei Friede Springer liegen 5 Prozent, bei der Axel Springer AG selbst 9,8 Prozent. (awp/mc/ar)

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