SPS steigert 2017 Ertrag und Gewinn

René Zahnd
René Zahnd, CEO Swiss Prime Site. (Foto: SPS)

Olten – Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 auch dank einer tieferen Leerstandsquote einen rekordhohen Betriebsertrag erzielt. Trotz einer höheren Dividende und einem von Analysten gelobten Ausblick stehen die SPS-Aktien aber unter Druck.

«Wir haben ein Wachstum auf allen Ebenen erzielen können», wie CEO René Zahnd am Donnerstag vor den Medien betonte. Konkret legte der grösste Ertragsposten, die Mieteinnahmen, um 3,7% auf 469,9 Mio CHF zu. Insgesamt wurde ein um 10% höherer Betriebsertrag von 1,15 Mrd CHF erzielt. «Ein Rekordwert», so Zahnd.

Der EBIT ohne Neubewertungsgewinn legte um 3,8% auf 404,8 Mio zu und unter dem Strich verblieb ein Gewinnanstieg um 12% auf 307,4 Mio CHF. Inklusive der um 5% tieferen Neubewertung der Renditeliegenschaften von netto 65,9 Mio CHF, verdiente das Immobilienunternehmen mit 305,5 Mio aber im Vergleich zum Vorjahr 1,8% weniger.

Leerstand weiter senken
Im Kerngeschäft mit Immobilien stieg der Betriebsertrag um knapp 15% auf rund 478 Mio CHF. Zum Ergebnis beigetragen hätten auch Neu- und Wiedervermietungen. «Wir konnten insgesamt 200’000m2 oder 12% des gesamten Immobilienportfolios neu- oder wiedervermieten», so Zahnd.

Rund 25‘000m2 davon seien zuvor leer gestanden, was 15% des Leerstandes entspreche. Konkret ist die Leerstandsquote des um 4 auf 188 Renditeliegenschaften angewachsenen und 10,6 Mrd CHF schweren Immobilienportfolios um knapp einen Prozentpunkt auf 5,2% gesunken.

Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management mit einer weiteren Senkung der Quote. «Ich wäre erstaunt, wenn wir es nicht auf eine 4 vor dem Komma schaffen», so der CEO. Dies dürfte nochmals zu einer «spürbaren» Zunahme der Mieterträge führen. Neben den operativen Erfolgen habe zudem auch der Teilverkauf des Projekts «Espace Tourbillon» einen anteiligen Vorsteuererfolg von 27,5 Mio erzielt.

Wincasa wächst weiter
Auch die Erträge mit Immobiliendienstleistungen konnten zulegen. Hier erzielte das Unternehmen mit einem Plus von 7,2% einen Betriebsertrag von 754,6 Mio CHF. Insbesondere der Immobiliendienstleister Wincasa steigerte die Erträge um satte 6,9% auf 142 Mio. Aber auch im Jelmoli «The House of Brands» wurde trotz weniger Verkaufstagen und einem geringeren Besucherandrang mit rund 136,2 Mio CHF 1,9% mehr umgesetzt.

Im Bereich «Leben im Alter» habe man sich mit Tertianum auf dem Markt als grösster privater Anbieter in diesem Sektor etabliert, der Ertrag stieg um knapp 10% auf 360 Mio CHF. Derweil sank der Betriebsertrag von Swiss Prime Site Solutions von 13 Mio im Vorjahr auf noch knapp 10 Mio.

Höhere Dividende
Für das laufende Geschäftsjahr 2018 rechnet das Management auch aufgrund der guten Wirtschaftslage mit einer erneuten Steigerung des Betriebsertrages und des EBIT vor Neubewertungen. Vermietungserfolge sowie eine nochmalige Senkung der Leerstandsquote sollen zu einer spürbaren Zunahme der Mieterträge führen. Dabei soll auch der Ertrag aus Immobilienentwicklungen wiederum einen wesentlichen EBIT-Beitrag leisten, heisst es dazu.

Zudem dürfen sich die Aktionäre auf eine gegenüber dem Vorjahr 10 Rappen höhere Dividende von 3,80 CHF je Aktie freuen. Trotz der höheren Ausschüttung und den laut Analysten durchaus soliden Jahreszahlen erhält der Zahlenkranz an der Börse wenig Zuspruch.

Die Aktien des Immobilienunternehmens SPS notieren am Donnerstagmittag 1,7% tiefer auf 86,90 CHF ab. Damit entfernen sich die Titel weiter vom zuletzt zu Jahresbeginn erreichten Allzeithoch von 91,05 CHF. Der Gesamtmarkt notiert gemessen am breiten SPI mit -0,77% ebenfalls im Minus. (awp/mc/ps)

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