Staatsanwaltschaft prüft Insiderhandel mit Porsche-Aktien

Eine Sprecherin der Behörde sagte am Montag auf Anfrage, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe wegen des Verdachts auf Insiderhandel beim VW-Einstig von Porsche Anzeige gegen eine Finanzverwaltungsgesellschaft mit mit Sitz in Frankfurt gestellt. Es gehe um den Verkauf von rund 20.000 Porsche-Aktien.


Ankündigung des Einstiegs des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche bei VW
Hintergrund ist die Ankündigung des Einstiegs des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche bei VW, der am 25. September 2006 mit einer ad-hoc-Meldung bekannt gegeben wurde. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft erfolgte der Verkauf der Porsche-Aktien am 21. und 22. September. Die Porsche-Aktie war gleich nach der Ankündigung um rund zehn Prozent unter ihren damaligen Wert von 650 Euro gesunken, kletterte aber in kürzester Zeit auf neue Höhen und liegt derzeit bei rund 900 Euro. Die Ermittlungen sollen nun klären, ob die Verkäufer der Porsche-Aktien bereits vor der ad-hoc-Meldung Kenntnis vom Einstieg bei VW hatten.


Bereits am 1. Juni die Anzeige eingereicht
Wie am Montag bekannt wurde, hat die BaFin bereits am 1. Juni die Anzeige eingereicht. Sie wurde zunächst bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig gestellt, die den Fall dann an die zuständige Staatsanwaltschaft Frankfurt abgegeben habe. Pro Jahr nimmt die BaFin gut 50 Untersuchungen zum Insiderhandel vor. In diesem Jahr lägen bisher 37 solcher Fälle an. Jedes Jahr gingen etwa 25 Fälle nach Verdachtshinweisen an die Staatsanwaltschaften. Nach Angaben der BaFin kam es nach Ermittlungen im vergangenen Jahr zu neun Verurteilungen. (awp/mc/gh)

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