Strabag zeigt weiterhin Interesse an Implenia und will wachsen

Die Strabag-Gruppe ist mit einem Umsatz von rund 17,3 Mrd CHF einer der grössten Baukonzerne Europas. In der Schweiz ist sie mit einem Umsatz von 540 Mio CHF erst die Nummer sechs. Marktführer ist Implenia mit einem Umsatz von 2,8 Mrd CHF, gefolgt von Losinger und Walo.   Um zu den grossen Drei zu gehören, muss Strabag wohl aber andere Unternehmen schlucken.


«Implenia muss uns wollen»
«Derzeit ist aber nichts in Prüfung», sagte Generalsekretär Christian Ebner. «Wir sind opportunistisch, wenn sich etwas auftun würde.» Mit Blick auf eine Übernahme des Marktführers Implenia hat sich laut Ebner nichts geändert: «Das Wichtigste ist: Das Management von Implenia muss uns wollen» In der Rolle eines reinen Investors sieht sich der Konzern nicht. Und schliesslich wäre eine Übernahme auch eine Frage des Preises, ergänzte Ebner.


Enge Zusammenarbeit auch ohne Fusion
Doch auch ohne Übernahme: Die beiden Baukonzerne arbeiten bereits zusammen beim Bau der Basler Messe, einem Projekt mit einem Volumen von 300 Mio CHF. Dies sei das erste gemeinsame Projekt im Hochbau in dieser Grössenordnung. Strabag selber hat in der Schweiz zahlreiche weitere Projekte in der Pipeline. So plant der Konzern unter anderem den Bau von rund 50 Aldi-Läden. Zudem sollen jene beiden Geschäftsteile wachsen, die nicht direkt mit Bauen zu tun haben: der Projektbereich (Real Estate) und die Haustechnik (Facility Management).


Einheitlicherer Auftritt
Die Gruppe will in der Schweiz, wo sie inzwischen 1’250 Personen beschäftigt, nun einheitlicher auftreten: Züblin Murer wird in Strabag umfirmiert. Murer Tunnelbau in Erstfeld sowie dessen Zweigniederlassungen Murer Sedrun und Disentis treten per sofort ebenfalls unter dem Gruppennamen auf. Weitere Schweizer Bauunternehmen der Gruppe – so Eggstein, Egolf und Meyerhans – treten zunächst noch unter ihren bisherigen Namen am Markt auf. «Das wird sich aber auch noch ändern», sagte Murer.


Notwendige Umbenennung
Die Umbenennung eines Teils der neuen Strabag-Unternehmen erfolgt, nachdem der Konzern im Mai in der Schweiz die gleichnamige StraBAG-Gruppe übernommen hat. Die Namensgleichheit erlaubte es den Österreichern bisher nicht, unter dem Namen Strabag in der Schweiz aufzutreten. (awp/mc/ps/19)

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